Spielzeug mit Geräuschen für Babys: Worauf sollte man achten?

Als Erwachsener sehnt man sich oft nach Momenten der Ruhe im lauten Alltag. Ähnlich sieht es bei Babys aus, die einer akustischen Reizüberflutung ausgesetzt sind nachdem sie im Bauch der Mutter Töne nur gedämpft wahrgenommen haben. Ihre Ohren haben eine deutlich höhere Sensibilität als die eines Erwachsenen. Ist Spielzeug mit Geräuschen also überhaupt sinnvoll?

Bitte nicht zu laut

Kleine Kinder lieben es, Krach zu machen. Darum reagieren sie auch besonders begeistert auf alles, was Töne oder Musik von sich gibt. Ständiger Lärm setzt Menschen und vor allem Babys aber unter enormen Stress. Gerade elektronisches Spielzeug kann schnell eine Lautstärke von 95 Dezibel erreichen, was dem Geräuschpegel eines vorbeifahrenden Zuges entspricht und damit über der gesetzlichen Norm liegt.

Fachleute warnen, dass speziell Spielzeug mit Impulslärm – d.h. mit plötzlich auftretenden kurzen Lärmspitzen wie z.B. Knallen oder Klirren – zu Innenohrschädigungen im Säuglings- und Kleinkindalter führen kann. Bereits ab 100 Dezibel droht sogar Hörverlust. Seien Sie daher besonders vorsichtig bei Spielzeug mit Knalleffekten oder auch Trillerpfeifen und Tröten.

Ob ein Spielzeug mit Geräuschen eine moderate Lautstärke besitzt können Sie ganz einfach testen: Halten Sie es neben Ihr Ohr. Wenn es Ihnen zu laut erscheint, ist es für Ihr Kind definitiv ungeeignet. Zum Messen der Dezibel gibt es auch Smartphone-Apps mit Schallpegelmesser. Die Messmethoden sind aber ungenau und das Ergebnis davon abhängig, wie Sie das Spielzeug betätigen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Säuglinge hören besonders intensiv. Vermutet wird, dass dies für die Bildung der Sprache notwendig ist. Allerdings können Kinder selbst großen Lärm gut ausblenden und schlafen auch im größten Trubel. Sie haben keinen natürlichen Abwehrmechanismus, der sie vor eventuellen Schäden warnt. Ein Kind, was in einer lauten Umgebung aufwächst, gewöhnt sie sich sogar nach einiger Zeit an den Krach und erträgt dann Stille nur noch schwer.

Es liegt also an Ihnen, Ihr Kind vor Lärm zu schützen bzw. ihm zu zeigen, wie man richtig mit Krach umgeht. Etablieren Sie daher von Anfang an Momente der Stille. Diese sind wichtig, damit Ihr Baby alle Eindrücke reflektieren, verarbeiten und abspeichern kann. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Ruhepausen erholsam sind und keine Bestrafung. Beruhigen Sie Ihr Baby mit Ihrer Stimme, stimulieren Sie es durch sanfte Geräusche einer Rassel oder stimmen Sie ein ruhiges Lied an.

Absolut unbedenklich für Babys Ohren sind übrigens die Glöckchen und Quietsch-Elemente im Selecta Holzspielzeug. Dies wird regelmäßig von unabhängigen Instituten getestet.

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