Mutter und Baby sehen sich an

Das Baby verwöhnen: Kann das schädlich sein? Ursprünge des Tyrannen-Mythos’

Wir alle kennen Kinder, die uns unsympathisch oder egoistisch erscheinen. Auf keinen Fall wollen wir selbst dazu beitragen, dass unser eigenes Kind sich zu einem unangenehmen, verzogenen Zeitgenossen entwickelt. „Wenn du das Baby verwöhnst, tanzt es dir später auf der Nase herum!“ „Lass es ruhig mal schreien, es muss lernen, dass du nicht immer verfügbar bist!“ Diese und ähnliche gut gemeinte Ratschläge bekommen viele frisch gebackene Eltern. Insbesondere von den Großeltern kommen solche Aussagen. Ältere Generationen haben verinnerlicht, dass ein Baby „sich selbst beschäftigen“ muss und „lernen, dass es nicht bestimmt“. Die jungen Eltern hingegen können es kaum aushalten, ihr Baby weinen zu sehen. Der Instinkt sagt, dass es sofort beruhigt werden muss. Woher stammen diese gegensätzlichen Ideen?

Mutter und Baby sehen sich an

Die Natur des Menschen

Neugeborene sind völlig hilflos und somit auf ihre Bezugspersonen angewiesen. Ein Baby, das irgendwo abgelegt wurde, lief in der Urzeit Gefahr, gefressen zu werden. Ein allein gelassenes Neugeborenes weint, weil es ohne Erwachsene nicht überleben kann. Die Bezugspersonen halten es im Gegenzug kaum aus, wenn ein Baby schreit. Die Tonlage stimuliert etwas tief im Inneren, das nur schwer zu ignorieren ist. Intuitiv nehmen sie das Baby hoch, wiegen und trösten es, versuchen es zu beruhigen. Auch wenn Ihr Kind heute nicht mehr von Fressfeinden bedroht wird, braucht es Körperkontakt und Nähe, um sich sicher zu fühlen. Hat es diese Sicherheit nicht, führt das zu Stress und Unruhe.

Die alte Sorge: Das Baby verwöhnen

Die Erzählung vom „verwöhnten Baby“ stammt ursprünglich aus Zeiten, in denen Gehorsam und Unterwürfigkeit gegenüber Obrigkeiten erwünschte Erziehungsziele waren: Zur NS-Zeit wurde in dem weitverbreiteten Erziehungsbuch „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ von der Autorin Johanna Haarer zu harten Methoden geraten und vor dem Heranziehen eines „unerbittlichen Haustyrannen“ gewarnt. Das Baby soll zum Beispiel laut ihrer Empfehlung, wenn es weint, an einem stillen Ort alleine gelassen werden, und erst zur nächsten Mahlzeit wieder Aufmerksamkeit bekommen. Sie bezeichnet das Schreien und Schreienlassen als „Kraftproben“ zwischen Mutter und Kind. Wenn diese überstanden seien, sei das Problem gelöst. Tatsächlich lernen Babys durch eine solche Behandlung schnell, dass sie machtlos sind, ignoriert werden und ihre Bedürfnisse nach Nähe, Geborgenheit und Zuwendung nicht erfüllt werden. Zu der Zeit, als das Buch geschrieben wurde, war das erwünscht, denn die Kinder sollten als künftige Soldaten abgehärtet sein. Sie sollten gehorchen, keine eigene Meinung vertreten und nicht zu eng an die Mutter gebunden sein. Doch eine gute Beziehung zu den Eltern, Vertrauen in die eigenen Gefühle und Selbstbewusstsein konnten sich mit diesen Methoden nur schwer entwickeln.

Sie können Ihr Baby nicht genug verwöhnen

Hören Sie auf Ihre Intuition. Lassen Sie Ihr Neugeborenes nicht mit seinen Bedürfnissen allein. Für eine gute Eltern-Kind-Beziehung ist das hinderlich. Eine sichere Bindung, die die Basis für eine gesunde sozial-emotionale Entwicklung Ihres Babys ist, braucht Nähe und Zuwendung. Ärzt:innen, Hebammen und die Forschung sind sich heute einig: Ein Baby sofort zu versorgen, es zu trösten und sich ihm mit viel Körperkontakt und Ansprache zuzuwenden, helfen ihm, eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Bezugspersonen aufzubauen. Babys, die so versorgt werden, sind zufriedener und können ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Verwöhnen Sie Ihr Baby also mit ruhigem Gewissen, soviel Sie wollen. Es tut ihm gut.

Wann wird Verwöhnen problematisch?

Ein negatives Verwöhnen beginnt da, wo Eltern ihrem Kind dauernd etwas abnehmen, das es selbst schon kann. Bei einem Neugeborenen ist das folglich nicht möglich. Bei größeren Babys und Kleinkindern sieht das etwas anders aus. Auch sie sind noch auf uns Erwachsene angewiesen, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen (lesen Sie dazu auch unseren Artikel zur Bedürfnisorientierten Erziehung). Aber sie sollten die Möglichkeit bekommen, ihrem zunehmenden Verlangen nach Autonomie und eigener Entscheidung nachzugehen und ihre Fähigkeiten einzusetzen. Wenn die Erwachsenen alles für sie machen und sie vor allen negativen Erfahrungen bewahren wollen, geht das nicht. Wenn Ihr Kind beim Spielen zum Beispiel mit einer Sortierbox frustriert ist, weil es noch nicht klappt, müssen Sie nicht sofort herbeieilen und ihm helfen. Vielleicht findet es noch selbst heraus, wie es geht. Wenn nicht, und der Frust zu groß wird, können Sie ihm helfen, die Wut auszuhalten und zu überwinden.

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Grenzen akzeptieren lernen und Frustrationstoleranz aufbauen

Das Kind lernt dabei auch, dass es Grenzen gibt, die es nicht überschreiten kann oder darf. Und dass nicht jeder Wunsch in Erfüllung geht. Sei es, weil es etwas noch nicht kann, das es selber machen möchte, oder weil die Erwachsenen etwas nicht wollen. Das brauchen Sie Ihrem Kind nicht extra beizubringen, indem Sie künstliche Situationen inszenieren. Solche Momente ergeben sich im Alltag automatisch: Wenn das Baby kurz warten muss, bis Sie die Einkäufe getragen haben. Wenn es bestimmte Dinge nicht haben darf, weil sie gefährlich sind oder kaputt gehen könnten. Oder wenn Sie aufbrechen müssen und das Kleinkind sich anziehen muss, obwohl es gerade ins Spiel vertieft ist und lieber weiter Wackelsteine stapeln möchte. Dann ist es wichtig, dass Sie klar sind und nicht über Ihre eigenen Grenzen gehen, um dem Wunsch des Kindes nachzukommen. Die Herausforderung für uns Erwachsene liegt darin, das wütende oder frustrierte Kind gleichzeitig emphatisch zu begleiten und ruhig und gelassen die eigenen Grenzen zu vertreten.

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Was ist Bedürfnisorientierte Erziehung bei Babys und Kleinkindern? Warum ist sie sinnvoll? Und wie geht das?

Die Grundannahme der Bedürfnisorientierten Erziehung ist diese: Die Erfüllung der Grundbedürfnisse ist wichtig für eine gesunde körperliche und emotionale Entwicklung. Wenn die Bedürfnisse nicht befriedigt werden, führt das zu Stress. Ist das ein andauernder Zustand, erhöht sich sogar das Risiko, psychisch zu erkranken. Auch Babys und Kinder haben dieselben Grundbedürfnisse wie Erwachsene. Aber sie können [...]

lachendes Baby auf dem Schoß einer Frau

Was ist Bedürfnisorientierte Erziehung bei Babys und Kleinkindern? Warum ist sie sinnvoll? Und wie geht das?

Die Grundannahme der Bedürfnisorientierten Erziehung ist diese: Die Erfüllung der Grundbedürfnisse ist wichtig für eine gesunde körperliche und emotionale Entwicklung. Wenn die Bedürfnisse nicht befriedigt werden, führt das zu Stress. Ist das ein andauernder Zustand, erhöht sich sogar das Risiko, psychisch zu erkranken. Auch Babys und Kinder haben dieselben Grundbedürfnisse wie Erwachsene. Aber sie können nur sehr begrenzt selber dafür sorgen, dass sie erfüllt werden. Die Bezugspersonen tragen die Verantwortung dafür, dass ihr Kind sich gesund entwickeln kann. Deshalb müssen sie bei allem, was sie tun, die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigen.

lachendes Baby auf dem Schoß einer Frau

Was sind die Grundbedürfnisse von Babys und Kleinkindern?

Einige Bedürfnisse liegen klar auf der Hand: Wir müssen essen, brauchen Kleidung und Wärme, ein Dach über dem Kopf und müssen schlafen. Daneben gibt es aber auch emotionale Grundbedürfnisse, die wichtig für eine gesunde Entwicklung sind. Die bedeutendsten sind die Bedürfnisse nach Sicherheit, nach Zugehörigkeit und Bindung. Aber auch das Bedürfnis nach Autonomie und Selbtstwertsteigerung, nach Spontanität und Freiheit im Ausdruck von Emotionen gehören dazu. Und was heißt das nun für den Umgang mit Baby und Kleinkind?

Babys und Kleinkinder sind für die Bedürfniserfüllung auf Erwachsene angewiesen

Bei Neugeborenen ist es eindeutig: Sie sind abhängig von ihren Bezugspersonen. Auch ihre Möglichkeit sich zu äußern ist eingeschränkt. Zum Glück leiten uns unsere Instinkte normalerweise sehr gut. Wir nehmen Blickkontakt auf, sprechen leise mit dem Baby und wiegen es hin und her. Wenn es wach ist, spielen wir mit ihm, ziehen Grimassen und bestaunen gemeinsam das erste Spielzeug. Ein weinendes Baby nehmen wir selbstverständlich auf, trösten es und versuchen herauszufinden, was es braucht. Die Bedürfnisorientierte Erziehung geht davon aus, dass das Baby und Kleinkind für sein Verhalten Gründe hat, die in seinen Bedürfnissen zu suchen sind. Ihre Erfüllung ist wichtig, damit das Kind ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln kann.

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Woher kommen die Ratschläge und Warnungen?

Früher war es weit verbreitet, wenn das Baby satt und sauber war, weiteres Weinen zu ignorieren und beim Füttern einen 4-Stunden-Takt einzuhalten. Bedürfnisse galten nur als „echt“, wenn sie körperlicher Natur waren. Diese Praxis und der Ratschläge zum Ignorieren und sogar zu körperlicher Züchtigung, stammen ursprünglich aus alten Zeiten (Stichwort: Schwarze Pädagogik). Wie wir heute wissen, ist das für die emotionale Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern ungesund. Diese Ratschläge wurden aber lange Zeit weitergegeben: in abgemilderter Form bis in die 1970er-Jahre und sogar darüber hinaus. Fast alle Eltern in diesen Generationen haben so gehandelt und auf den Rat von Kinderärzt:innen und aus Büchern vertraut. Daher sind diese Methoden als „altes Wissen“ in unserer Gesellschaft tief verankert. Und es funktioniert ja auch, der Säugling wird irgendwann ruhig. Inzwischen weiß man aber: Es ist keine „Machtprobe“, auch wenn es sich so anfühlen kann. Das Baby lernt dabei, dass seine Bedürfnisse nicht wichtig sind, dass seine Äußerungen nicht gehört werden und gibt innerlich auf. Daher „funktionieren“ auch so genannte Schlaflernprogramme, denn sie basieren ebenfalls auf dem Prinzip. Sie werden teilweise heute noch empfohlen.

Grundbedürfnisse von Babys müssen schnell erfüllt werden.

Ein Säugling hat noch kein Zeitgefühl. Daher ist es wichtig, dass Sie sich ihm sofort zuwenden, wenn er weint. So lernt das Baby, dass es sich auf Sie verlassen kann. Das heißt nicht, dass Sie eingeschäumt aus der Dusche springen müssen, wenn Sie mit Ihrem Kind allein sind und es anfängt zu weinen. Aber Sie sollten es nicht absichtlich warten lassen. Auch wenn das Baby ein Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit, nach Zuwendung und Ansprache hat, ist es wichtig, dieses Bedürfnis zu erfüllen. So merkt es, dass es sicher versorgt ist und dass seine Lautäußerungen, dass es etwas braucht, gehört werden. Auch Kleinkinder sind auf uns angewiesen. Mit zunehmendem Alter, motorischen und sprachlichen Fähigkeiten nehmen die Möglichkeiten zu, die ein Kind zur Verfügung hat, um selbst für seine Bedürfniserfüllung zu sorgen. Auch kurzes Warten ist manchmal schon möglich.

Empathie und Verständnis statt Machtspiel-Gedanken

Babys und Kleinkinder machen Dinge, die uns stören, nicht um uns zu ärgern. Auch der verbreitete Gedanke, das Kind wolle „seinen Willen durchsetzen“ oder „Grenzen austesten“ ist Quatsch. Denn dafür müsste das Kind sich in sein Gegenüber hineinversetzen und strategische Überlegungen anstellen können. Dazu sind Babys und Kleinkinder schlicht noch nicht in der Lage. Diese Fähigkeiten erlangen Kinder erst langsam ab einem Alter von etwa vier Jahren. Wenn Ihr Kind etwas tut, das es nicht soll, versuchen Sie daher zu verstehen, welches Bedürfnis dahinter steckt. Reagieren Sie auf unangemessenes Verhalten gewaltfrei und ohne Strafen. Versuchen Sie vielmehr, Ihr Kind emphatisch und achtsam zu begleiten. Welches Bedürfnis hat zu diesem Verhalten geführt?

Die Motive hinter dem Verhalten verstehen

Insbesondere wenn Kleinkinder wütend sind, fällt es uns Erwachsenen schwer, das auszuhalten und liebevoll-empathisch zu reagieren. Die Wut des Kindes macht uns ratlos und oft ebenfalls ungehalten. Aber ein Kleinkind mit einem Wutanfall erlebt heftige Gefühle, die es nicht alleine bewältigen kann. Auch wenn der Auslöser aus Erwachsenensicht eine „dumme Kleinigkeit“ ist (so in einem Elternforum zu lesen), fühlt sich die Situation in diesem Moment für Ihr Kind schrecklich an. Und es braucht Sie! Versuchen Sie herauszufinden, was es so wütend macht. Ist es Frust, weil etwas noch nicht klappt? Wut, weil es etwas nicht haben darf? Musste es sein Spiel unterbrechen, weil es sich anziehen soll? Helfen Sie ihm, seine Gefühle zu benennen und einzuordnen. Versuchen Sie es zu trösten, wenn es das zulässt. So wird es nicht mit diesen überwältigenden Emotionen alleine gelassen. Nach und nach wird es lernen, seine Gefühle selber auf angemessene Weise auszudrücken.

„Hätte ich mich selbst gerne als Elternteil?“

Diese Frage kann Ihnen bei der Bedürfnisorientierten Erziehung helfen, sich in das Kind einzufühlen und angemessen zu handeln. Fragen Sie sich: Wie fühlt sich das jetzt aus seiner/ihrer Perspektive an? Was braucht mein Kind jetzt von mir, auch wenn ich selbst als Erwachsener das nur schwer nachvollziehen kann? Das heißt nicht, dass das Kind alles bekommen muss, was es gerade will. Es bedeutet, dass Sie eine Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind anstreben, bei der klar ist: „Ich bin richtig und du bist richtig, zu jeder Zeit. Auch wenn wir verschiedene Dinge wollen. Ich sehe und erkenne dich. Du kannst dich auf mich verlassen. Ich bin da und begleite dich.“

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Fingerfood für Babys und Kleinkinder

Beikoststart: Baby Led Weaning – „Babygeführte Entwöhnung“

Statt klassischer Beikost mit Brei gibt es seit einiger Zeit einen Trend zum Baby Led Weaning, kurz BLW. Dabei wird statt mit Brei mit babygerechtem Fingerfood zugefüttert. Was es damit auf sich hat und worauf Sie achten müssen, wenn Sie für Ihr Baby das Baby Led Weaning in Betracht ziehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Fingerfood für Babys und Kleinkinder

Was ist Baby Led Weaning?

Beim Baby Led Weaning wird auf das Zufüttern mit Brei verzichtet. Stattdessen bekommt das Baby direkt feste Nahrung, die es selbst in die Hand nimmt und zum Mund führt. Die Erwachsenen bieten dabei das Essen nur an, das Baby wird also nicht gefüttert. So kann es selbst bestimmen, was es probieren möchte und wieviel es davon isst. Geeignet sind handliche Stücke von gekochtem Gemüse oder Fleisch, aber auch bissfestes Obst, Brot und Käse.

Beikost-Reife-Zeichen beachten

Die WHO empfiehlt, mit der Beikost ab dem 7. Monat zu beginnen. Aber jedes Kind entwickelt sich anders, manche sind schon etwas früher bereit, andere haben erst spät Interesse am Essen. Zu den Beikost-Reife-Zeichen gehören motorische und kognitive Fähigkeiten: Das Baby sollte schon mit etwas Unterstützung aufrecht sitzen und den Kopf selber halten können. Der Zungenstreckreflex, mit dem kleine Babys automatisch alles Essen aus dem Mund herausschieben, muss bereits abgeschwächt sein. Ein wichtiges Anzeichen, das Sie früher oder später beobachten werden, ist das Interesse für das Essen bei Ihren eigenen Mahlzeiten. Das Baby beobachtet mit großen Augen, wie Sie die Gabel zum Mund führen. Vielleicht öffnet es den Mund wie ein Vögelchen beim Zuschauen oder es greift sogar nach Ihrem Essen. Das sind deutliche Zeichen dafür, dass Ihr Kind bereit für den Beikoststart ist.

Nicht alles ist für Baby Led Weaning geeignet

Egal ob Brei oder Fingerfood: Salz, Zucker, Honig oder scharfe Gewürze sind nichts für den Beikost-Start. Auch rohe Eier sowie roher Fisch und Fleisch, Innereien und Rohmilch sind für Babys tabu. Beim BLW müssen Sie außerdem darauf achten, dass das Baby Lebensmittel einatmen und sich daran verschlucken könnte. Damit es nicht gefährlich wird, sollten Sie keine Nüsse und nur kleingeschnittene Weintrauben, Kirschen oder kleine Tomaten anbieten.

Chaos am Tisch ist beim Baby Led Weaning vorprogrammiert

Natürlich kann das Baby noch nicht essen wie die Großen. Gerade am Anfang geht es um ein Erforschen des angebotenen Essens mit allen Sinnen. Nicht nur der Geschmack, auch die Beschaffenheit ist unterschiedlich. Manches lässt sich zerdrücken, anderes wird gelutscht. Von Ihnen erfordert das Baby Led Weaning eine Menge Geduld und Gelassenheit. Denn vieles wird anfangs zermatscht und verteilt. Auf dem Tisch, auf dem Boden, auf dem Baby (von oben bis unten!) und auf Ihnen. Stellen Sie sich auf zusätzlichen Aufwand für Aufräumen, Putzen und Baby-Säubern ein.

Selbstbestimmung und Selbstständigkeit des Babys werden gefördert

Das Baby ist beim Baby Led Weaning von klein auf ein Mitglied am Familientisch. Es bestimmt selbst, was und wieviel es probiert und kann das Essen eigenständig nach Herzenslust erforschen und entdecken. Das entspricht dem Entdeckergeist von Babys und Kindern und fördert die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Wichtig ist, dass das Essen immer unter Aufsicht stattfindet, denn manche Babys verschlucken sich leicht. Essen ist ein komplexes Zusammenspiel von Bewegungen, das erst geübt werden muss.

Schadet Breifüttern also dem Baby?

Dieser Umkehrschluss stimmt natürlich nicht. Es gibt sogar Brei-Befürworter:innen, die das Baby Led Weaning ablehnen. Eine geregelte, kontrollierbare Nährstoffzufuhr beim Breifüttern und geringere Verschluckungsgefahr sind dabei die wichtigsten Argumente. Wenn Sie Ihr Baby beim Füttern gut beobachten und respektvoll vorgehen, spricht nichts gegen klassischen Beikost-Start mit Brei. Achten Sie auf Sättigungssignale, wenn das Baby zum Beispiel das Köpfchen wegdreht, und drängen Sie es nicht, weiterzuessen. Das stärkt die Selbstregulation und eine gesundes Selbstbewusstsein. Die motorische Entwicklung und den Entdeckergeist Ihres Babys können Sie dann bei anderen Gelegenheiten fördern. Zum Beispiel mit einem Motorikbrett. Auch außerhalb von BLW können Sie die sozial-emotionale Entwicklung Ihres Babys fördern und achtsam begleiten. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Artikeln Bedürfnisorientierte Erziehung und Babys verwöhnen.

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Nährstoffzufuhr beim Baby Led Weaning und bei Breikost

Die aufgenommenen Nährstoffmengen beim BLW sind natürlich erst einmal gering. Hauptnahrungsquelle ist daher weiterhin das Stillen oder die Milchnahrung. Insbesondere für die Mineralstoffe Eisen und Kalzium ist die Milch wichtig. Erst nach und nach steigern sich die Mengen, die das Kind beim selbstständigen Essen tatsächlich aufnimmt und der Bedarf an Milchnahrung sinkt. Das Baby gewöhnt sich in seinem eigenen Tempo an feste Nahrung. Beikost in Form von Brei macht hingegen schneller satt. Die Nährstoffe, die das Baby zu sich nimmt, sind besser zu bestimmen und es ist weniger aufwendig. In vielen Familien wird die klassische Breigabe mit Baby Led Weaning gemischt. So können die Vorteile beider Methoden vereint werden.

Egal wie Sie sich entscheiden, ein ausgewogenes Angebot an Nahrung und eine entspannte Atmosphäre bei den Mahlzeiten ist das Wichtigste. Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Essversuchen liebevoll und aufmerksam, dann klappt der Beikost-Start bestimmt.

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Baby unterwegs mit Wagenkette

Entspannt reisen mit Baby und Kleinkind: So starten Sie gut in den Urlaub mit Kind

Manche fühlen sich mit kleinen Kindern zuhause am wohlsten. Manche fahren gleich mit dem Wohnmobil um die Welt, schließlich lässt sich die Elternzeit zum Reisen nutzen, solange das Baby noch klein ist. Egal, ob Sie nur die Großeltern besuchen oder eine weitere Reise planen, mit diesen Tipps sind Sie mit Baby und Kleinkind sicher und entspannt unterwegs:

Baby unterwegs mit Wagenkette

Gute Vorbereitung ist alles: Packen für die Reise mit Baby

Sie müssen nicht das Rad neu erfinden: Nutzen Sie Packlisten aus dem Internet. Sie sind praxiserprobt und können an das Alter Ihres Kindes, Ihr Reiseziel und Ihre individuellen Gewohnheiten angepasst werden. Prüfen Sie, welche Dinge es am Zielort gibt. Nachtlicht, Babyfon und Ähnliches können vielleicht vor Ort ausgeliehen werden. Packen Sie so, dass Sie für unterwegs alle wichtigen Dinge griffbereit haben: Wechselkleidung und Wickeltasche sollten gut erreichbar sein, falls ein Pipi- oder Spuck-Unfall passiert. Auch Verpflegung sollten Sie in Greifweite haben und nicht aus Versehen ganz unten ins Gepäck einsortieren.

Reisen mit dem Auto

Eine passende Babyschale oder Kindersitz ist Pflicht, um sicher mit dem Auto reisen zu können. Statten Sie den Babysitz mit einer Wagenkette oder einem Minitrapez aus, so hat Ihr Baby etwas zum Anschauen und Entdecken dabei. Greiflinge und ein Schnuller mit Schnullerkette gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Wenn Sie alleine mit Baby unterwegs sind, sollten Sie die Babyschale auf dem Beifahrersitz platzieren. Da das Baby rückwärts zur Fahrtrichtung fährt, unbedingt den Beifahrerairbag ausschalten! Das geht bei den meisten Fahrzeugen ganz leicht mit einem kleinen Schalter.

Sorgen Sie gegebenenfalls für Sonnenschutz, damit Ihr Kind nicht überhitzt oder geblendet wird. Musik, handliches Spielzeug und gesunde Snacks sorgen bei Kleinkindern für Abwechslung während der Fahrt. Bei einer langen Reise darf ein Kind ausnahmsweise auch mal einen Schnuller bekommen, selbst wenn es den sonst nicht mehr so dringend braucht. Eine Schnullerkette sorgt dafür, dass er nicht versehentlich im Fußraum landet.

Tipp: Schnullerketten können nicht nur Nuckis, sondern auch Spielzeuge an Ort und Stelle halten. Dann sollten sie am Kindersitz befestigt sein statt an der Kleidung.

Planen Sie genügend Zwischenstopps ein, denn Babys und Kinder können noch nicht so lange still sitzen wie Erwachsene. Sorgen Sie in den Pausen dafür, dass Ihr Baby sich ausstrecken kann: Die Haltung in der Babyschale ist auf Dauer nicht gut für den Rücken. Kleinkinder sollten sich in den Pausen bewegen. Laufen und hüpfen Sie ein bisschen zusammen und spielen Sie gemeinsam kleine Bewegungsspiele.

Während der Fahrt neigen manche Kinder zu Übelkeit. Was oft hilft: Vorne sitzen, frische Luft und genügend Pausen. Wenn Ihr Kind Autofahren nicht gut verträgt, halten Sie eine Spucktüte mit fester Öffnung oder einen leeren Joghurteimer mit einem eingehängten Müllbeutel bereit. Den kann auch schon ein kleines Kind recht gut selber festhalten und im Notfall treffen.

Holz blaue Schnullerkette mit Holzsternen

Im Zug reisen mit Baby und Kleinkind

Zugfahrten (ohne Umstiege) sind für Reisen mit Babys und Kindern ideal. Denn während der Fahrt haben Sie Zeit, sich um Ihr Kind zu kümmern. Wenn der Bewegungsdrang allzu groß wird, können Sie mit dem Kleinkind einen kleinen Spaziergang durch den Zug unternehmen. In den meisten ICEs gibt es Familienbereiche. Sie sind nah an Toilette, Gepäckstellplatz und Eingang und je nach Zugtyp ausgestattet für eine möglichst entspannte Fahrt mit kleinen Kindern. Eine Reservierung ist sinnvoll, denn diese Plätze sind begehrt. Wenn das nicht möglich ist, empfiehlt sich ein Platz mit Tisch und unbedingt außerhalb von Ruhebereichen. Nehmen Sie ausreichend Essen, auch gesunde Knabbereien und Getränke mit. Neben Greiflingen für die Kleinsten sorgen Spiele wie ein Motorikbrett für Abwechslung. Besonders praktisch: Hier können keine Kleinteile verloren gehen.

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Schwierigkeiten kann die Fahrt zum oder vom Bahnhof bereiten. Wenn möglich, lassen Sie sich bringen und abholen. Sollten Sie mit dem Taxi fahren, bitten Sie gleich bei der Bestellung um ein Fahrzeug mit passendem Kindersitz. Bei guter Anbindung und nicht zu sperrigem Gepäck sind auch öffentliche Verkehrsmittel zu empfehlen. Für manche Babyschalen gibt es Adapter, die auf Kinderwagengestelle passen. Das kann auf Reisen, bei denen Sie den Babysitz mitnehmen müssen oder wollen, sehr praktisch sein.

Umstiege mit Gepäck, Baby oder Kleinkind und Kinderwagen oder Buggy sind eine kleine Herausforderung. Wenn möglich, nutzen Sie im Vorfeld einen Gepäckversand und schicken Sie einen Teil der Dinge voraus. Was Sie unterwegs brauchen, ist in einem Rucksack gut verstaut. So haben Sie die Hände frei für Wagen und Kind. Planen Sie genügend Zeit für Umstiege ein und scheuen Sie sich nicht, Mitreisende oder Personal um Hilfe zu bitten.

Reisen mit Kind im Flugzeug

Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre können auf dem Schoß eines Erwachsenen mit einem Extragurt mitfliegen. Sie können auch einen Extraplatz buchen und das Kind in Babyschale oder Kindersitz anschnallen. Kinder ab zwei Jahren brauchen einen eigenen Sitzplatz. Gegen Ohrendruck bei Start und Landung werden Babys am besten gestillt oder mit dem Fläschchen gefüttert. Durch das Schlucken wird der Druck ausgeglichen. Kleinkindern können Sie zu diesem Zweck eine Flasche mit Wasser anbieten. Im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten dürfen Sie für ein Baby im Handgepäck Wasser und Babynahrung mitnehmen. Eine Thermoskanne mit abgekochtem Wasser in Trinktemperatur ist praktisch. Bei der Kontrolle sollten Sie direkt angeben, was Sie mitführen und alles griffbereit haben, damit es geprüft werden kann. Viele Airlines nehmen klappbare Buggys oder Kinderwagen kostenlos mit an Bord. Erkundigen Sie sich vorab nach den Gepäckbestimmungen für Kindergepäck.

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Während des Fluges gilt, wie bei den anderen Reisemöglichkeiten: Ein kleines Spielzeug im Handgepäck ist gut gegen Langeweile. Ein Schnuller hilft, Bedürfnisaufschübe besser auszuhalten und bei längeren Flügen sollte sich Ihr Kind zwischendurch ein wenig bewegen können. Behalten Sie außerdem die Zeit im Blick und wechseln Sie bei Bedarf rechtzeitig vor dem Landeanflug noch einmal die Windel.

Wir wünschen Ihnen eine entspannte und gute Reise mit Ihrem Kind!

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Spielzeug mit Geräuschen für Babys Ratgeber: Worauf sollte man achten?

Spielzeug mit Geräuschen für Babys: Worauf sollte man achten?

Als Erwachsener sehnt man sich oft nach Momenten der Ruhe im lauten Alltag. Ähnlich sieht es bei Babys aus, die einer akustischen Reizüberflutung ausgesetzt sind, nachdem sie im Bauch der Mutter Töne nur gedämpft wahrgenommen haben. Ihre Ohren haben eine deutlich höhere Sensibilität als die eines Erwachsenen. Ist Spielzeug mit Geräuschen also überhaupt sinnvoll?

Spielzeug mit Geräuschen für Babys Ratgeber: Worauf sollte man achten?

Geräusche? Ja gerne! Aber bitte nicht zu laut

Kleine Kinder lieben es, Krach zu machen. Darum reagieren sie auch besonders begeistert auf alles, was Töne oder Musik von sich gibt. Ständiger Lärm setzt Menschen und vor allem Babys aber unter enormen Stress. Gerade elektronisches Spielzeug kann schnell eine Lautstärke von 95 Dezibel erreichen, was dem Geräuschpegel eines vorbeifahrenden Zuges entspricht und damit über der gesetzlichen Norm liegt.

Fachleute warnen, dass speziell Spielzeug mit Impulslärm – d.h. mit plötzlich auftretenden kurzen Lärmspitzen wie z.B. Knallen oder Klirren – zu Innenohrschädigungen im Säuglings- und Kleinkindalter führen kann. Bereits ab 100 Dezibel droht sogar Hörverlust. Seien Sie daher besonders vorsichtig bei Spielzeug mit Knalleffekten oder auch Trillerpfeifen und Tröten.

Ob ein Spielzeug mit Geräuschen eine moderate Lautstärke besitzt, können Sie ganz einfach testen: Halten Sie es neben Ihr Ohr. Wenn es Ihnen zu laut erscheint, ist es für Ihr Kind definitiv ungeeignet. Zum Messen der Dezibel gibt es auch Smartphone-Apps mit Schallpegelmesser. Die Messmethoden sind aber ungenau und das Ergebnis davon abhängig, wie Sie das Spielzeug betätigen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Säuglinge hören besonders intensiv. Vermutet wird, dass dies für die Bildung der Sprache notwendig ist. Allerdings können Kinder selbst großen Lärm gut ausblenden und schlafen auch im größten Trubel. Sie haben keinen natürlichen Abwehrmechanismus, der sie vor eventuellen Schäden warnt. Ein Kind, was in einer lauten Umgebung aufwächst, gewöhnt sie sich sogar nach einiger Zeit an den Krach und erträgt dann Stille nur noch schwer.

Es liegt also an Ihnen, Ihr Kind vor Lärm zu schützen bzw. ihm zu zeigen, wie man richtig mit Krach umgeht. Etablieren Sie daher von Anfang an Momente der Stille. Diese sind wichtig, damit Ihr Baby alle Eindrücke reflektieren, verarbeiten und abspeichern kann. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Ruhepausen erholsam sind und keine Bestrafung. Beruhigen Sie Ihr Baby mit Ihrer Stimme, stimulieren Sie es durch sanfte Geräusche einer Rassel oder stimmen Sie ein ruhiges Lied an.

Absolut unbedenklich für Babys Ohren sind übrigens die Glöckchen und Quietsch-Elemente im Selecta Holzspielzeug. Dies wird regelmäßig von unabhängigen Instituten getestet.

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Unterwegs mit Baby

Mit Baby unterwegs – sicher und bequem

Die ersten Ausflüge mit dem Baby sind oft aufregend für die ganze Familie: Fühlt sich das Baby wohl? Wie transportiere ich es gut, damit es sich unterwegs geborgen fühlt und wir nicht in Stress geraten? Schon bei der Auswahl der Transportart können wir Einfluss nehmen auf das Wohlbefinden des Kindes:

Unterwegs mit Baby

Im Auto: Niemals ohne Babyschale oder Kindersitz

Wer mit dem Auto unterwegs ist, hat sicherlich schon vor der Geburt einen Kindersitz gekauft. Hier ist gute Beratung wichtig, damit ein passendes, sicheres und bequemes Modell ausgewählt wird. Spezielle Fachmärkte für Kindersitze bieten eine breite Auswahl und gute Beratung an. Die Babyschale fürs Auto sollte tatsächlich dem Transport im Auto vorbehalten bleiben: Die Körperhaltung darin wirkt ungünstig auf die Wirbelsäule und die gekrümmte Haltung kann die Atmung erschweren. Auch der ADAC empfiehlt, die Babyschale in den ersten Monaten nicht als Babyablage zu nutzen. Legen Sie Ihr Kind zuhause lieber auf einer Decke auf dem Boden ab und nutzen Sie für Spaziergänge Kinderwagen oder Tragetuch. Ist das Baby schon älter, sind für längere Autofahrten kleine Spielzeuge, Knisterbücher und Ketten schöne Spielmöglichkeiten. So kann das Baby die Zeit im beengten Sitz mit Spielen überbrücken.

Im Kinderwagen: So fahren Babys sicher & bequem

Der Kinderwagen ist beliebt, um das Baby auf erste Ausflüge mitzunehmen – besonders, wenn auch noch eingekauft wird. Wichtig ist aber, das Baby vor Reizen zu schützen und seinen Bedürfnissen nachzukommen. Viele Babys wollen lieber in die Trage und brauchen die Nähe zur Bezugsperson. Packen Sie deshalb zusätzlich eine Tragemöglichkeit ein, um das Baby notfalls an den Körper zu nehmen. Achten Sie im Kinderwagen auf die Lagerung des Babys: Es ist für die Kleinen unbequem, ausgestreckt auf dem Rücken zu liegen. Aus dem Kinästhetik Infant Handling ist bekannt, dass Babys besser auf einem gefalteten Handtuch mit leicht erhöhtem Kopf- und Beinbereich liegen. Auch ein geknülltes Spucktuch unter den Beinen macht die Lagerung für Kinder angenehmer. Schön ist es, wenn Sie das Baby im ersten Jahr mit dem Blick in Ihre Richtung schieben. So fühlt es sich sicherer und kann Bedürfnisse schnell mitteilen.

Holz bunte Kinderwagenkette mit Frosch und Katze und Glöckchen

Im Tragetuch: Die richtige Position fördert Körperkontakt und gute Haltung

Viele Babys lieben es, getragen zu werden. Mittlerweile gibt es einen großen Markt mit verschiedenen Tragetüchern und Tragehilfen. Spezielle Trageberater*innen helfen bei der Auswahl, erklären die Nutzung und helfen bei der Verwendung. Tragen können Sie Ihr Baby von Anfang an vor der Brust in Kopfkusshöhe, auf dem Rücken oder sogar seitlich. Das Tragen kommt von allen Beförderungsmöglichkeiten den Bedürfnissen von Babys besonders gut nach: Das Baby befindet sich in Körperkontakt und kann sich zurückziehen. Die Anhock-Spreiz-Haltung kommt seinen Bedürfnissen nach und wirkt sich sogar bei richtiger Nutzung positiv auf das Hüftgelenk aus. Bei Babys mit Bauchschmerzen kann das Tragen beim Abgehen von Blähungen helfen. In Tragetüchern oder bei Tragehilfen kann diskret direkt im Tuch gestillt werden. Einziger Nachteil: Der Einkauf muss auch noch getragen oder in einem Trolley gezogen werden.

Nicht geeignet ist das Tragetuch/die Tragehilfe für den Transport des Babys auf einem Fahrrad. Im Kindersitz auf dem Fahrrad dürfen Kinder erst mitfahren, wenn sie sicher sitzen können und einen Helm tragen. Vorher können Fahrradanhänger mit Babyschalen genutzt werden. Auch hier gelten jedoch die Empfehlungen zur Begrenzung der in der Babyschale verbleiben Zeit.

Dies ist ein Artikel unserer Gastautorin Susanne Mierau. Sie ist Mutter von drei Kindern, studierte Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Familienbegleiterin, Herausgeberin des Online-Magazins geborgen-wachsen.de sowie Autorin von Ratgebern rund um das Leben mit Babys und Kleinkindern.

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Muss das Baby spielen lernen

Muss das Baby spielen lernen?

Nehmen wir uns die Zeit das Baby zu beobachten.  Wir sehen, wie es beschäftigt ist: Mit großen Augen blickt es sich um. Es bleibt vielleicht hier oder da an einem Gegenstand hängen. Sieht es einen anderen Menschen, schaut es in sein Gesicht und ahmt den Gesichtsausdruck nach. Ist es größer, ergreift es mit den kleinen Händen die Umgebung, um sie zu erfahren, zu fühlen. Irgendwann wird auch das Essen zum Mund geführt, befühlt, gerochen, geschmeckt. All das und noch viel mehr, ist Spiel für das Kind.

Muss das Baby spielen lernen

Spiel ist alles, womit das Baby beschäftigt ist, denn spielend lernt es die Welt kennen. Es erprobt seine Fähigkeiten im Spiel und baut sie zunehmend aus. Deswegen muss das Baby nicht spielen lernen. Es bringt das Spiel, die Neugierde und Abenteuerlust von Anfang an in das Leben mit. Je nach Temperament ist das Spiel bei Kindern unterschiedlich ausgeprägt. Auch die Interessen werden zwar von der Umgebung beeinflusst, unterliegen aber auch den ganz persönlichen Interessenbereichen des Kindes.

Als Eltern müssen wir Babys daher das Spielen nicht beibringen. Unsere große Aufgabe aber ist es, das Spiel des Babys und Kindes nicht zu stören oder abzulenken und das Untersuchen des Kindes zuzulassen: Kinder dürfen von sich aus ein Spielzeug entdecken und seine Funktionen erproben. Dazu wird es mit Händen und Mund befühlt, wird auf seine Eigenschaften überprüft. Wir müssen die Funktionen einen Spielzeugs nicht vorführen, müssen ein durchdacht entwickeltes Spielzeug nicht erklären, sondern können darauf vertrauen, dass das Kind es selbst entdeckt.

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Babys wollen die Welt selbst entdecken

Hat das Kind die Chance, ein Spielzeug selbst zu erforschen, kann es dabei alle Sinne einsetzen und lernt ganzheitlich. Zudem macht es die wichtige Erfahrung, selbst wirksam sein zu können: Es erfreut sich daran, Dinge selbst zu schaffen und herauszufinden, wodurch Glückshormone ausgeschüttet werden bei positiven Erfahrungen. Diese vertiefen das neu gelernte Wissen und lassen das Kind positiv an neue Herausforderungen herangehen. Von Anfang an kann sich das Kind so neuen Aufgaben aufgeschlossen zuwenden und profitiert langfristig davon, wenn wir es von der Babyzeit an einfach nach seinen Bedürfnissen spielen und erkunden lassen. Lediglich den Rahmen des Spiels, d.h. die Auswahl der Materialien und Spielzeuge, können wir Erwachsene zunächst bestimmen und dem Baby so die Möglichkeit geben, eine Vielfalt unterschiedlicher Sinneseindrücke über die Spielmaterialien zu geben.

Dies ist ein Artikel unserer Gastautorin Susanne Mierau. Sie ist Mutter von drei Kindern, studierte Pädagogin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), Familienbegleiterin, Herausgeberin des Online-Magazins geborgen-wachsen.de sowie Autorin von Ratgebern rund um das Leben mit Babys und Kleinkindern.

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Wann können Babys was Ratgebertext

Ab wann können Babys was?

Ihr kleiner Schützling macht in den ersten Monaten riesige Entwicklungsschritte. So schnell wie am Anfang des Lebens wird Ihr Kind nie wieder Neues erlernen. In welchen Schritten erfolgt dieser Lernprozess? Und was sind die wichtigsten Monats-Meilensteine?

Wann können Babys was Ratgebertext

Jedes Baby hat sein eigenes Tempo

Im ersten Jahr entwickeln Babys eine Vielzahl von neuen Fähigkeiten. Das Entwicklungstempo und auch die Reihenfolge variieren dabei ganz individuell. Denn auch kleine Menschen haben schon ihren eigenen Kopf. Die Fortschritte Ihres Kindes mit denen eines anderen zu vergleichen, ist deshalb nicht sinnvoll. Verstehen Sie die nachfolgenden Meilensteine daher bitte nur als grobe Orientierung:

Ab ca. 3 Monate

Ihr Baby beginnt, sich an das Leben außerhalb des Mutterleibes zu gewöhnen. Es begutachtet aufmerksam Gesichter und kann auch schon Unterschiede in der Mimik anderer Menschen feststellen.

Inzwischen liebt Ihr Baby es, Dinge reflexhaft zu greifen und findet die eigenen Hände und Finger besonders interessant. Mit dem Mund und den Lippen werden Oberflächen genau untersucht.

Sprechen kann es natürlich noch nicht, aber für Eltern wird es leichter, seine Bedürfnisse an den Lauten zu erkennen. So klingt ein Protest-Schrei wegen einer nassen Windel deutlich anders als hungriges Weinen.

Ab ca 6. Monate

Das Baby nutzt nun auch seine Mimik, um Gefühlen Ausdruck zu verleihen und andere Menschen zu imitieren. Es greift gezielt nach Gegenständen, um diese zu begutachten. Die Koordination einzelner Fähigkeiten wie Sehen und Greifen wird immer besser.

Undifferenzierte Laute gibt Ihr Baby nun von sich und nimmt die ersten Züge der Muttersprache wahr. Auch die Körperhaltung variiert zunehmend. Die Hände werden zum Abstützen genutzt und manche Kinder versuchen sich bereits in sitzähnlichen Positionen.

Ab ca. 9 Monate

Langsam begreift sich das Baby als autonome Persönlichkeit mit eigenem Willen. Gleichaltrige werden jetzt auch zur Kenntnis genommen.
Babys mögen klare Strukturen im Alltag und sie erkennen Abläufe wieder, die regelmäßig wiederholt wurden.

Viel Freude bereitet Babys jetzt das Fallenlassen von Objekten. Sie sind fasziniert von dem Geräusch, das dadurch verursacht wird und auch dem Fakt, dass etwas fallen kann.

Für einen kurzen Zeitraum ist es Ihrem Baby vielleicht schon möglich zu sitzen. Die Fähigkeit zu krabbeln hat es auch entdeckt. Einige Kinder versuchen auch schon bereits, die Grenzen ihres Gleichgewichts zu finden, indem sie sich an Möbeln hochziehen, um eigenständig zu stehen.

Ab ca. 12 Monate

Durch sein Verhalten zeigt und sucht das Kleinkind aktiv die Zuneigung seiner Eltern.
Es bringt sie gerne zum Lachen und sucht ihre körperliche Nähe.

Immer leichter fällt es dem Baby, mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Es versteht Aufforderungen und Verbote und Objekte werden wiedererkannt und teilweise schon durch eigene Wortschöpfungen benannt.

Die ersten Schritte sind besonders spannend. Stehen kann Ihr Kind eventuell schon von alleine und kleine Schritte wagt es an Ihrer Hand sicherlich auch. Hilfreich sind jetzt spielerische Übungen, um Gleichgewichtssinn, Motorik und Muskulatur zu stärken.

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Richtiges und sicheres Spielzeug finden

So finden Sie richtig sicheres Spielzeug für Ihr Baby

Babys erkunden ihre Umwelt mit allen Sinnen und mit vollem Körpereinsatz.
Beim Spielzeug machen sie da natürlich keine Ausnahme, was einige Gefahren birgt.
Doch woran erkenne ich, ob ein Spielzeug für mein Baby überhaupt sicher ist?
Wir geben Ihnen acht Tipps, worauf Sie beim Kauf von Spielzeug unbedingt achten sollten um sicheres Spielzeug zu finden.

Richtiges und sicheres Spielzeug finden

Tipp 1: Altersempfehlung nutzen

Gutes Spielzeug wird in Zusammenarbeit mit Pädagogen und Entwicklungspsychologen entwickelt. Es gibt altersgerechte Anreize zur Entwicklung, ohne das Kind zu überfordern. Achten Sie daher möglichst auf die Altersempfehlung. Diese finden Sie zumeist auf den Verpackungen des Spielzeuges. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie im Spielzeugfachhandel nach einer Empfehlung.

Tipp 2: Lose Kleinteile vermeiden

Kleinteile, die abbrechen können, sind für Babys besonders gefährlich. Es kann diese so unglücklich verschlucken, dass sie in der Luftröhre stecken bleiben. Entsprechende Warnhinweise auf der Verpackung sollten Sie unbedingt ernst nehmen.

Tipp 3: Nur runde Kanten und Ecken

Es kann sehr schnell passieren, dass sich Babys an scharfen Kanten oder Ecken schneiden bzw. stechen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie auf abgerundete Seiten beim Kauf von Spielzeug achten.

Tipp 4: Farbe natürlich und ungiftig

Da Babys die Beschaffenheit ihres Spielzeuges mit dem Mund erforschen, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Farben ungiftig sind. Von Selecta wird daher nur hochwertige wasserlösliche und natürliche Farbe verwendet – ohne Beschichtung oder chemische Lacke.

Tipp 5: Neutraler und angenehmer Geruch

Wenn es möglich ist, sollten Sie unbedingt den Geruch des Spielzeuges prüfen. Es darf nicht streng, unangenehm oder chemisch riechen, sondern nur neutral und angenehm.

Tipp 6: Keine lauten Geräusche bitte

Babys leiden sehr schnell unter einer Reizüberflutung. Deshalb testen Sie vor dem Kauf, welche Geräusche ein Spielzeug verursacht und wie laut diese sind. Zu schrille und laute Töne können zudem Hörschäden verursachen.

Tipp 7: Deutschland als Produktionsland und Prüfsiegel geben Sicherheit

Achten Sie auf das Produktionsland. In Deutschland gibt es weltweit einmalig strenge Vorschriften für die Produktion von Spielzeug. Zusätzliche Sicherheit geben Ihnen anerkannte Qualitäts- und Prüfsiegel, die Sie meistens direkt auf der Verpackung finden.

Tipp 8: Holzspielzeug bevorzugen

Holz ist mit Sicherheit das natürlichste Material für schönes Spielzeug. Das handgefertigte Holzspielzeug von Selecta wird in Deutschland hergestellt, es ist abgestimmt auf die Bedürfnisse von Kindern in den Altersgruppen 0 bis 4 Jahren. Fröhliche Farben auf Wasserbasis und die hochwertige robuste Verarbeitung garantieren viele Jahre Spielspaß.

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Baby Geschenk Ratgeber

Welches Spielzeug ist das ideale Geschenk für Babys?

Natürlich kann ein Baby noch nicht sagen, welches Geschenk es sich wünscht. Aber es kann sehr klar zeigen, was es mag. Wer weiß, wie sich Babys entwickeln und welche Fähigkeiten sie haben, findet garantiert das ideale Baby Spielzeug Geschenk, über das sich dann auch die Eltern freuen.

Baby Geschenk Ratgeber

Babys können von Anfang an viel mehr, als man vermuten würde. Wissenschaftler sprechen hier vom „kompetenten Säugling“, denn alle fünf Sinne sind schon von Geburt an vorhanden.

Babys sind somit keine Wesen, die nur auf ihre Umwelt reagieren. Sondern sie bringen schon selbst Interessen mit und äußern diese auch. Daher sind Babys von Anfang an bindungsbereit. Sie lieben Gesichter und können den Gesichtsausdruck ihres Gegenübers spiegeln. Sobald sie älter werden, findet zwischen ihnen und ihrer sozialen Umgebung immer mehr ein Dialog statt. Gutes Baby-Spielzeug unterstützt diese Entwicklung und ist ein ideales Geschenk.

Wie das ideale Spielzeug-Geschenk für Babys beschaffen sein sollte

Das perfekte Baby-Präsent verzichtet auf lose Kleinteile, die verschluckt werden können. Wichtig ist auch, dass das Spielzeug keine scharfen Kanten und Ecken aufweist, an denen sich die Kinder verletzen können. Und Babys lieben Farben! Daher sollte das ideale Geschenk eine der Primärfarben Rot, Blau und Gelb aufweisen, um ihr Interesse zu wecken. Buntes Holzspielzeug eignet sich darum besonders gut. Achten Sie darauf, dass es – wie bei Selecta – nur mit hochwertigen wasserlöslichen und natürlichen Farben behandelt wurde. Weil Babys ihr Spielzeug gerne mit dem Mund erkunden, sollten Beschichtungen oder chemische Lacke tabu sein.

Mit Spielzeug Babys Fähigkeiten gezielt fördern

Farbenfrohe und abwechslungsreiche Spiele laden das Baby besonders gut zum Erkunden seiner Umgebung ein.

Sehen und Betrachten:

In den ersten Monaten liegen die Kleinen am liebsten noch auf dem Rücken. So erkunden sie über ihren Sehsinn ihre Umgebung. Bunte Spieltrapeze auf der Spieldecke oder bunte Mobiles über dem Bettchen sind da eine willkommene optische Abwechslung und daher ein ideales Baby-Spielzeug-Geschenk für die ganz Kleinen.

Holz buntes Babytrapez mit hängenden Kugeln, Ringen, Glöckchen und einem Männchen

Greifen und Fühlen:

Gerade in den ersten Monaten erfährt das Baby seine Umwelt über den Tastsinn, wenn Mutter und Vater es liebevoll umsorgen. Aber auch eigenes Greifen und Ertasten fördert das immer bessere Begreifen der Umgebung. Lustige Greiflinge und Quitschkugeln motivieren zum fröhlichen „Angreifen“.

Holz bunte Klapper-Rassel Erik beweglich

Rollen und Krabbeln:

Begeisternd rollend und krabbelnd erobern Babys ihre Mitwelt. Mit jedem Tag werden sie darin ein Stückchen besser und freuen sich selbst an ihren eigenen Erfolgen. Besonderen Spaß haben Kinder an Wackelfiguren und rollenden Figuren – wie das Zoolini Krokodil.

Babys sind von Natur aus neugierig und wollen ihre Welt selbst entdecken. Dabei werden in ihrem Gehirn Glückshormone ausgeschüttet, die sie nachhaltig und effektiv beim Lernen und Erkunden unterstützen. Das Wichtigste, was wir Erwachsene tun können, ist dem Baby eine möglichst große Vielfalt an unterschiedlichen Sinneseindrücken über geeignetes Baby-Spielzeug zu ermöglichen. 

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