Mutter und Baby sehen sich an

Das Baby verwöhnen: Kann das schädlich sein? Ursprünge des Tyrannen-Mythos’

Wir alle kennen Kinder, die uns unsympathisch oder egoistisch erscheinen. Auf keinen Fall wollen wir selbst dazu beitragen, dass unser eigenes Kind sich zu einem unangenehmen, verzogenen Zeitgenossen entwickelt. „Wenn du das Baby verwöhnst, tanzt es dir später auf der Nase herum!“ „Lass es ruhig mal schreien, es muss lernen, dass du nicht immer verfügbar bist!“ Diese und ähnliche gut gemeinte Ratschläge bekommen viele frisch gebackene Eltern. Insbesondere von den Großeltern kommen solche Aussagen. Ältere Generationen haben verinnerlicht, dass ein Baby „sich selbst beschäftigen“ muss und „lernen, dass es nicht bestimmt“. Die jungen Eltern hingegen können es kaum aushalten, ihr Baby weinen zu sehen. Der Instinkt sagt, dass es sofort beruhigt werden muss. Woher stammen diese gegensätzlichen Ideen?

Mutter und Baby sehen sich an

Die Natur des Menschen

Neugeborene sind völlig hilflos und somit auf ihre Bezugspersonen angewiesen. Ein Baby, das irgendwo abgelegt wurde, lief in der Urzeit Gefahr, gefressen zu werden. Ein allein gelassenes Neugeborenes weint, weil es ohne Erwachsene nicht überleben kann. Die Bezugspersonen halten es im Gegenzug kaum aus, wenn ein Baby schreit. Die Tonlage stimuliert etwas tief im Inneren, das nur schwer zu ignorieren ist. Intuitiv nehmen sie das Baby hoch, wiegen und trösten es, versuchen es zu beruhigen. Auch wenn Ihr Kind heute nicht mehr von Fressfeinden bedroht wird, braucht es Körperkontakt und Nähe, um sich sicher zu fühlen. Hat es diese Sicherheit nicht, führt das zu Stress und Unruhe.

Die alte Sorge: Das Baby verwöhnen

Die Erzählung vom „verwöhnten Baby“ stammt ursprünglich aus Zeiten, in denen Gehorsam und Unterwürfigkeit gegenüber Obrigkeiten erwünschte Erziehungsziele waren: Zur NS-Zeit wurde in dem weitverbreiteten Erziehungsbuch „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ von der Autorin Johanna Haarer zu harten Methoden geraten und vor dem Heranziehen eines „unerbittlichen Haustyrannen“ gewarnt. Das Baby soll zum Beispiel laut ihrer Empfehlung, wenn es weint, an einem stillen Ort alleine gelassen werden, und erst zur nächsten Mahlzeit wieder Aufmerksamkeit bekommen. Sie bezeichnet das Schreien und Schreienlassen als „Kraftproben“ zwischen Mutter und Kind. Wenn diese überstanden seien, sei das Problem gelöst. Tatsächlich lernen Babys durch eine solche Behandlung schnell, dass sie machtlos sind, ignoriert werden und ihre Bedürfnisse nach Nähe, Geborgenheit und Zuwendung nicht erfüllt werden. Zu der Zeit, als das Buch geschrieben wurde, war das erwünscht, denn die Kinder sollten als künftige Soldaten abgehärtet sein. Sie sollten gehorchen, keine eigene Meinung vertreten und nicht zu eng an die Mutter gebunden sein. Doch eine gute Beziehung zu den Eltern, Vertrauen in die eigenen Gefühle und Selbstbewusstsein konnten sich mit diesen Methoden nur schwer entwickeln.

Sie können Ihr Baby nicht genug verwöhnen

Hören Sie auf Ihre Intuition. Lassen Sie Ihr Neugeborenes nicht mit seinen Bedürfnissen allein. Für eine gute Eltern-Kind-Beziehung ist das hinderlich. Eine sichere Bindung, die die Basis für eine gesunde sozial-emotionale Entwicklung Ihres Babys ist, braucht Nähe und Zuwendung. Ärzt:innen, Hebammen und die Forschung sind sich heute einig: Ein Baby sofort zu versorgen, es zu trösten und sich ihm mit viel Körperkontakt und Ansprache zuzuwenden, helfen ihm, eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Bezugspersonen aufzubauen. Babys, die so versorgt werden, sind zufriedener und können ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Verwöhnen Sie Ihr Baby also mit ruhigem Gewissen, soviel Sie wollen. Es tut ihm gut.

Wann wird Verwöhnen problematisch?

Ein negatives Verwöhnen beginnt da, wo Eltern ihrem Kind dauernd etwas abnehmen, das es selbst schon kann. Bei einem Neugeborenen ist das folglich nicht möglich. Bei größeren Babys und Kleinkindern sieht das etwas anders aus. Auch sie sind noch auf uns Erwachsene angewiesen, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen (lesen Sie dazu auch unseren Artikel zur Bedürfnisorientierten Erziehung). Aber sie sollten die Möglichkeit bekommen, ihrem zunehmenden Verlangen nach Autonomie und eigener Entscheidung nachzugehen und ihre Fähigkeiten einzusetzen. Wenn die Erwachsenen alles für sie machen und sie vor allen negativen Erfahrungen bewahren wollen, geht das nicht. Wenn Ihr Kind beim Spielen zum Beispiel mit einer Sortierbox frustriert ist, weil es noch nicht klappt, müssen Sie nicht sofort herbeieilen und ihm helfen. Vielleicht findet es noch selbst heraus, wie es geht. Wenn nicht, und der Frust zu groß wird, können Sie ihm helfen, die Wut auszuhalten und zu überwinden.

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Grenzen akzeptieren lernen und Frustrationstoleranz aufbauen

Das Kind lernt dabei auch, dass es Grenzen gibt, die es nicht überschreiten kann oder darf. Und dass nicht jeder Wunsch in Erfüllung geht. Sei es, weil es etwas noch nicht kann, das es selber machen möchte, oder weil die Erwachsenen etwas nicht wollen. Das brauchen Sie Ihrem Kind nicht extra beizubringen, indem Sie künstliche Situationen inszenieren. Solche Momente ergeben sich im Alltag automatisch: Wenn das Baby kurz warten muss, bis Sie die Einkäufe getragen haben. Wenn es bestimmte Dinge nicht haben darf, weil sie gefährlich sind oder kaputt gehen könnten. Oder wenn Sie aufbrechen müssen und das Kleinkind sich anziehen muss, obwohl es gerade ins Spiel vertieft ist und lieber weiter Wackelsteine stapeln möchte. Dann ist es wichtig, dass Sie klar sind und nicht über Ihre eigenen Grenzen gehen, um dem Wunsch des Kindes nachzukommen. Die Herausforderung für uns Erwachsene liegt darin, das wütende oder frustrierte Kind gleichzeitig emphatisch zu begleiten und ruhig und gelassen die eigenen Grenzen zu vertreten.

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lachendes Baby auf dem Schoß einer Frau

Was ist Bedürfnisorientierte Erziehung bei Babys und Kleinkindern? Warum ist sie sinnvoll? Und wie geht das?

Die Grundannahme der Bedürfnisorientierten Erziehung ist diese: Die Erfüllung der Grundbedürfnisse ist wichtig für eine gesunde körperliche und emotionale Entwicklung. Wenn die Bedürfnisse nicht befriedigt werden, führt das zu Stress. Ist das ein andauernder Zustand, erhöht sich sogar das Risiko, psychisch zu erkranken. Auch Babys und Kinder haben dieselben Grundbedürfnisse wie Erwachsene. Aber sie können nur sehr begrenzt selber dafür sorgen, dass sie erfüllt werden. Die Bezugspersonen tragen die Verantwortung dafür, dass ihr Kind sich gesund entwickeln kann. Deshalb müssen sie bei allem, was sie tun, die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigen.

lachendes Baby auf dem Schoß einer Frau

Was sind die Grundbedürfnisse von Babys und Kleinkindern?

Einige Bedürfnisse liegen klar auf der Hand: Wir müssen essen, brauchen Kleidung und Wärme, ein Dach über dem Kopf und müssen schlafen. Daneben gibt es aber auch emotionale Grundbedürfnisse, die wichtig für eine gesunde Entwicklung sind. Die bedeutendsten sind die Bedürfnisse nach Sicherheit, nach Zugehörigkeit und Bindung. Aber auch das Bedürfnis nach Autonomie und Selbtstwertsteigerung, nach Spontanität und Freiheit im Ausdruck von Emotionen gehören dazu. Und was heißt das nun für den Umgang mit Baby und Kleinkind?

Babys und Kleinkinder sind für die Bedürfniserfüllung auf Erwachsene angewiesen

Bei Neugeborenen ist es eindeutig: Sie sind abhängig von ihren Bezugspersonen. Auch ihre Möglichkeit sich zu äußern ist eingeschränkt. Zum Glück leiten uns unsere Instinkte normalerweise sehr gut. Wir nehmen Blickkontakt auf, sprechen leise mit dem Baby und wiegen es hin und her. Wenn es wach ist, spielen wir mit ihm, ziehen Grimassen und bestaunen gemeinsam das erste Spielzeug. Ein weinendes Baby nehmen wir selbstverständlich auf, trösten es und versuchen herauszufinden, was es braucht. Die Bedürfnisorientierte Erziehung geht davon aus, dass das Baby und Kleinkind für sein Verhalten Gründe hat, die in seinen Bedürfnissen zu suchen sind. Ihre Erfüllung ist wichtig, damit das Kind ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln kann.

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Woher kommen die Ratschläge und Warnungen?

Früher war es weit verbreitet, wenn das Baby satt und sauber war, weiteres Weinen zu ignorieren und beim Füttern einen 4-Stunden-Takt einzuhalten. Bedürfnisse galten nur als „echt“, wenn sie körperlicher Natur waren. Diese Praxis und der Ratschläge zum Ignorieren und sogar zu körperlicher Züchtigung, stammen ursprünglich aus alten Zeiten (Stichwort: Schwarze Pädagogik). Wie wir heute wissen, ist das für die emotionale Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern ungesund. Diese Ratschläge wurden aber lange Zeit weitergegeben: in abgemilderter Form bis in die 1970er-Jahre und sogar darüber hinaus. Fast alle Eltern in diesen Generationen haben so gehandelt und auf den Rat von Kinderärzt:innen und aus Büchern vertraut. Daher sind diese Methoden als „altes Wissen“ in unserer Gesellschaft tief verankert. Und es funktioniert ja auch, der Säugling wird irgendwann ruhig. Inzwischen weiß man aber: Es ist keine „Machtprobe“, auch wenn es sich so anfühlen kann. Das Baby lernt dabei, dass seine Bedürfnisse nicht wichtig sind, dass seine Äußerungen nicht gehört werden und gibt innerlich auf. Daher „funktionieren“ auch so genannte Schlaflernprogramme, denn sie basieren ebenfalls auf dem Prinzip. Sie werden teilweise heute noch empfohlen.

Grundbedürfnisse von Babys müssen schnell erfüllt werden.

Ein Säugling hat noch kein Zeitgefühl. Daher ist es wichtig, dass Sie sich ihm sofort zuwenden, wenn er weint. So lernt das Baby, dass es sich auf Sie verlassen kann. Das heißt nicht, dass Sie eingeschäumt aus der Dusche springen müssen, wenn Sie mit Ihrem Kind allein sind und es anfängt zu weinen. Aber Sie sollten es nicht absichtlich warten lassen. Auch wenn das Baby ein Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit, nach Zuwendung und Ansprache hat, ist es wichtig, dieses Bedürfnis zu erfüllen. So merkt es, dass es sicher versorgt ist und dass seine Lautäußerungen, dass es etwas braucht, gehört werden. Auch Kleinkinder sind auf uns angewiesen. Mit zunehmendem Alter, motorischen und sprachlichen Fähigkeiten nehmen die Möglichkeiten zu, die ein Kind zur Verfügung hat, um selbst für seine Bedürfniserfüllung zu sorgen. Auch kurzes Warten ist manchmal schon möglich.

Empathie und Verständnis statt Machtspiel-Gedanken

Babys und Kleinkinder machen Dinge, die uns stören, nicht um uns zu ärgern. Auch der verbreitete Gedanke, das Kind wolle „seinen Willen durchsetzen“ oder „Grenzen austesten“ ist Quatsch. Denn dafür müsste das Kind sich in sein Gegenüber hineinversetzen und strategische Überlegungen anstellen können. Dazu sind Babys und Kleinkinder schlicht noch nicht in der Lage. Diese Fähigkeiten erlangen Kinder erst langsam ab einem Alter von etwa vier Jahren. Wenn Ihr Kind etwas tut, das es nicht soll, versuchen Sie daher zu verstehen, welches Bedürfnis dahinter steckt. Reagieren Sie auf unangemessenes Verhalten gewaltfrei und ohne Strafen. Versuchen Sie vielmehr, Ihr Kind emphatisch und achtsam zu begleiten. Welches Bedürfnis hat zu diesem Verhalten geführt?

Die Motive hinter dem Verhalten verstehen

Insbesondere wenn Kleinkinder wütend sind, fällt es uns Erwachsenen schwer, das auszuhalten und liebevoll-empathisch zu reagieren. Die Wut des Kindes macht uns ratlos und oft ebenfalls ungehalten. Aber ein Kleinkind mit einem Wutanfall erlebt heftige Gefühle, die es nicht alleine bewältigen kann. Auch wenn der Auslöser aus Erwachsenensicht eine „dumme Kleinigkeit“ ist (so in einem Elternforum zu lesen), fühlt sich die Situation in diesem Moment für Ihr Kind schrecklich an. Und es braucht Sie! Versuchen Sie herauszufinden, was es so wütend macht. Ist es Frust, weil etwas noch nicht klappt? Wut, weil es etwas nicht haben darf? Musste es sein Spiel unterbrechen, weil es sich anziehen soll? Helfen Sie ihm, seine Gefühle zu benennen und einzuordnen. Versuchen Sie es zu trösten, wenn es das zulässt. So wird es nicht mit diesen überwältigenden Emotionen alleine gelassen. Nach und nach wird es lernen, seine Gefühle selber auf angemessene Weise auszudrücken.

„Hätte ich mich selbst gerne als Elternteil?“

Diese Frage kann Ihnen bei der Bedürfnisorientierten Erziehung helfen, sich in das Kind einzufühlen und angemessen zu handeln. Fragen Sie sich: Wie fühlt sich das jetzt aus seiner/ihrer Perspektive an? Was braucht mein Kind jetzt von mir, auch wenn ich selbst als Erwachsener das nur schwer nachvollziehen kann? Das heißt nicht, dass das Kind alles bekommen muss, was es gerade will. Es bedeutet, dass Sie eine Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind anstreben, bei der klar ist: „Ich bin richtig und du bist richtig, zu jeder Zeit. Auch wenn wir verschiedene Dinge wollen. Ich sehe und erkenne dich. Du kannst dich auf mich verlassen. Ich bin da und begleite dich.“

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„Weiß man schon, was es wird?“ Diese Frage, die wohl alle werdenden Eltern hören, verrät viel über unser Verhältnis zum Thema Geschlecht: Obwohl jedes Kind anders ist, glauben wir es schon ein bisschen zu kennen, wenn wir sein Geschlecht wissen. Gerne vergleichen wir auch Kinder mit der Vorstellung, die wir von seinem Geschlecht haben, um festzustellen: „Ein typischer Junge!“ oder auch „Ungewöhnlich für ein Mädchen!“ In der geschlechtersensiblen Pädagogik wird versucht, sich diese Vorurteile und Klischees bewusst zu machen und die individuelle Entwicklung des Kindes zu fördern.

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„Typisch Junge! Typisch Mädchen!“ Klischee oder Wahrheit?

„Typisch Junge“ – gibt es überhaupt klare Eigenschaften für ein Geschlecht bei Kindern? Auch wenn sich die Wissenschaften nicht ganz einig sind, wie viel geschlechtsspezifisches Verhalten angeboren und anerzogen ist, ist erwiesen: Es gibt keine grundlegenden Unterschiede zwischen dem, was Jungen und Mädchen tun und mögen, sondern höchstens graduelle Abweichungen. Das heißt im Klartext: Alle Kinder interessieren sich zum Beispiel für Bälle, Autos und Puppen. Aber der Durchschnitt aller Jungen interessiert sich etwas stärker für Autos, der Durchschnitt aller Mädchen mehr für Puppen. Für das einzelne Kind sagt das natürlich nichts aus. Denn auch innerhalb der Gruppe gibt es große Unterschiede. Einzelne Mädchen oder Jungen interessieren sich viel stärker für Bälle als ihre Geschlechtsgenoss:innen.

Erziehen wir Jungen und Mädchen unterschiedlich?

Geschlechtersensible Pädagogik bedeutet, dass die Erwachsenen versuchen, nicht aufgrund des Geschlechts Vorannahmen zu treffen, sondern offen für die individuellen Interessen des Kindes sind. Leichter gesagt als getan: Dass wir Jungen in manchen Punkten anders als Mädchen erziehen, ist uns aufgrund langer Prägung selten bewusst. Aber Forscher:innen wissen, dass Eltern mit Mädchen von Anfang an mehr sprechen und später häufiger an ihre Vernunft appellieren, während Jungen öfter zugestanden wird, zu rangeln und zu toben. Und obwohl man weiß, dass es Unsinn ist, werden Jungen immer noch öfter als Mädchen ermahnt, doch bitte nicht so viel zu weinen. Will man sein Kind geschlechtersensibel erziehen, sollte man sich immer wieder hinterfragen: Würde ich bei meinem Kind genauso handeln, wenn es nicht dieses Geschlecht hätte?

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Ist es normal, dass mein Junge nur mit Puppen spielt?

Was ist, wenn ein Kind ganz anders als die landläufige Vorstellung von seinem Geschlecht ist? Etwa, wenn der dreijährige Junge viel lieber mit Puppen als mit Autos spielt oder das vierjährige Mädchen partout keine hübschen Kleidchen anziehen will? Moderne Eltern stört es meist nicht, wenn ihre Kinder vom Klischee abweichende Interessen zeigen, aber es gibt die Sorge: Wird mein Kind zum Außenseiter dadurch? Fachleute geben Entwarnung: Gerade Kinder unter vier interessiert es wenig, was für Jungen und Mädchen angeblich richtig ist. Sie wollen spielerisch alle Möglichkeiten ausprobieren, die das Leben bietet. Dazu gehört ganz selbstverständlich auch, alle Dinge zu tun, die andere Kinder machen. Also zum Beispiel auch als Junge mal ein Kleidchen zu tragen.

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Warum mag mein Mädchen plötzlich nur noch rosa?

Auch den gegenteiligen Effekt kennen Eltern. Im Alter von vier, fünf Jahren werden viele Kinder geradezu zum Musterbeispiel für Geschlechterklischees! Da kann es vorkommen, dass ein vorher burschikoses Mädchen nur noch Rosa trägt und zum absoluten Eisprinzessin-Fan wird. Oder der Junge den roten Pulli gegen Camouflage-Look eintauscht und sich in der Kita mit anderen Jungen zur Rowdy-Truppe zusammenfindet. Erfahrene Pädagog:innen wissen: Dieses Verhalten ist für Vorschulkinder typisch und Ausdruck einer Entwicklungsaufgabe. Sie wollen in diesem Alter herausfinden: „Wer bin ich?“, auch in Bezug auf ihr Geschlecht. Und beim Finden ihrer Rolle neigen viele Kinder dazu, erst einmal alles etwas zu übertreiben und sich Klischees hinzugeben, um zu spüren: Ich bin jetzt voll und ganz Junge – oder Mädchen. Anderen behagt diese vorgegebene Rolle gar nicht, und es wird Teil ihres Lebensgefühls, selbstbewusst dagegen zu halten: Ich bin ich – und mag als Mädchen weiterhin meinen angeblichen „Jungskram“. Gut, dass es so selbstbewusste Kinder gibt!

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Wie begleite ich mein Kind geschlechtersensibel bei der Suche nach seiner Rolle?

Eine einfache Faustregel lautet: Weder drängen noch von etwas abbringen. Zeigen Sie Ihrem Kind lieber alle Möglichkeiten auf! Beobachten Sie, wofür es sich selber interessiert. Und vermitteln Sie ihm: Ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, sollte es nie davon abhalten, bestimmte Interessen auszutesten. Eine große Rolle spielen dabei Spielzeuge und Bücher. So sollten Eltern bei Kinderbüchern eine gute Auswahl treffen. Darin sollten nicht nur starke Jungs oder zarte Mädchen vorkommen, sondern auch sensible Kerlchen und mutige Gören. Bei den Spielsachen ist es gut, nicht nach Mädchen- oder Jungenspielzeug zu schauen. Schenken Sie Dinge, die alle Kinder interessieren. Zum Beispiel Küchenutensilien und Arztkoffer für Rollenspiele oder Memo-Spiele zum Spielen nach Regeln. Und falls Ihr Sohn ein Einhorn-T-Shirt tragen oder Ihr Mädchen mit dem Werkzeugkoffer spielen will: Unterstützen Sie Ihr Kind bei seiner Neugier. Zuletzt gehört es zur geschlechtssensiblen Erziehung auch dazu, seine eigene Rolle als Mutter oder Vater sichtbar vorzuleben. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es bei Ihnen ist – wo entsprechen Sie dem Klischee, wo nicht? Wie war das, als Sie ein Kind waren?

Dies ist ein Artikel unseres Gastautors Michael Fink. Er ist als Dozent in der Fort- und Weiterbildung von Erzieher:innen und Lehrer:innen tätig, Mitbegründer einer pädagogischen Fachzeitschrift und Autor von über 50 pädagogischen Fachbüchern.

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Fingerfood für Babys und Kleinkinder

Beikoststart: Baby Led Weaning – „Babygeführte Entwöhnung“

Statt klassischer Beikost mit Brei gibt es seit einiger Zeit einen Trend zum Baby Led Weaning, kurz BLW. Dabei wird statt mit Brei mit babygerechtem Fingerfood zugefüttert. Was es damit auf sich hat und worauf Sie achten müssen, wenn Sie für Ihr Baby das Baby Led Weaning in Betracht ziehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Fingerfood für Babys und Kleinkinder

Was ist Baby Led Weaning?

Beim Baby Led Weaning wird auf das Zufüttern mit Brei verzichtet. Stattdessen bekommt das Baby direkt feste Nahrung, die es selbst in die Hand nimmt und zum Mund führt. Die Erwachsenen bieten dabei das Essen nur an, das Baby wird also nicht gefüttert. So kann es selbst bestimmen, was es probieren möchte und wieviel es davon isst. Geeignet sind handliche Stücke von gekochtem Gemüse oder Fleisch, aber auch bissfestes Obst, Brot und Käse.

Beikost-Reife-Zeichen beachten

Die WHO empfiehlt, mit der Beikost ab dem 7. Monat zu beginnen. Aber jedes Kind entwickelt sich anders, manche sind schon etwas früher bereit, andere haben erst spät Interesse am Essen. Zu den Beikost-Reife-Zeichen gehören motorische und kognitive Fähigkeiten: Das Baby sollte schon mit etwas Unterstützung aufrecht sitzen und den Kopf selber halten können. Der Zungenstreckreflex, mit dem kleine Babys automatisch alles Essen aus dem Mund herausschieben, muss bereits abgeschwächt sein. Ein wichtiges Anzeichen, das Sie früher oder später beobachten werden, ist das Interesse für das Essen bei Ihren eigenen Mahlzeiten. Das Baby beobachtet mit großen Augen, wie Sie die Gabel zum Mund führen. Vielleicht öffnet es den Mund wie ein Vögelchen beim Zuschauen oder es greift sogar nach Ihrem Essen. Das sind deutliche Zeichen dafür, dass Ihr Kind bereit für den Beikoststart ist.

Nicht alles ist für Baby Led Weaning geeignet

Egal ob Brei oder Fingerfood: Salz, Zucker, Honig oder scharfe Gewürze sind nichts für den Beikost-Start. Auch rohe Eier sowie roher Fisch und Fleisch, Innereien und Rohmilch sind für Babys tabu. Beim BLW müssen Sie außerdem darauf achten, dass das Baby Lebensmittel einatmen und sich daran verschlucken könnte. Damit es nicht gefährlich wird, sollten Sie keine Nüsse und nur kleingeschnittene Weintrauben, Kirschen oder kleine Tomaten anbieten.

Chaos am Tisch ist beim Baby Led Weaning vorprogrammiert

Natürlich kann das Baby noch nicht essen wie die Großen. Gerade am Anfang geht es um ein Erforschen des angebotenen Essens mit allen Sinnen. Nicht nur der Geschmack, auch die Beschaffenheit ist unterschiedlich. Manches lässt sich zerdrücken, anderes wird gelutscht. Von Ihnen erfordert das Baby Led Weaning eine Menge Geduld und Gelassenheit. Denn vieles wird anfangs zermatscht und verteilt. Auf dem Tisch, auf dem Boden, auf dem Baby (von oben bis unten!) und auf Ihnen. Stellen Sie sich auf zusätzlichen Aufwand für Aufräumen, Putzen und Baby-Säubern ein.

Selbstbestimmung und Selbstständigkeit des Babys werden gefördert

Das Baby ist beim Baby Led Weaning von klein auf ein Mitglied am Familientisch. Es bestimmt selbst, was und wieviel es probiert und kann das Essen eigenständig nach Herzenslust erforschen und entdecken. Das entspricht dem Entdeckergeist von Babys und Kindern und fördert die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens. Wichtig ist, dass das Essen immer unter Aufsicht stattfindet, denn manche Babys verschlucken sich leicht. Essen ist ein komplexes Zusammenspiel von Bewegungen, das erst geübt werden muss.

Schadet Breifüttern also dem Baby?

Dieser Umkehrschluss stimmt natürlich nicht. Es gibt sogar Brei-Befürworter:innen, die das Baby Led Weaning ablehnen. Eine geregelte, kontrollierbare Nährstoffzufuhr beim Breifüttern und geringere Verschluckungsgefahr sind dabei die wichtigsten Argumente. Wenn Sie Ihr Baby beim Füttern gut beobachten und respektvoll vorgehen, spricht nichts gegen klassischen Beikost-Start mit Brei. Achten Sie auf Sättigungssignale, wenn das Baby zum Beispiel das Köpfchen wegdreht, und drängen Sie es nicht, weiterzuessen. Das stärkt die Selbstregulation und eine gesundes Selbstbewusstsein. Die motorische Entwicklung und den Entdeckergeist Ihres Babys können Sie dann bei anderen Gelegenheiten fördern. Zum Beispiel mit einem Motorikbrett. Auch außerhalb von BLW können Sie die sozial-emotionale Entwicklung Ihres Babys fördern und achtsam begleiten. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Artikeln Bedürfnisorientierte Erziehung und Babys verwöhnen.

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Nährstoffzufuhr beim Baby Led Weaning und bei Breikost

Die aufgenommenen Nährstoffmengen beim BLW sind natürlich erst einmal gering. Hauptnahrungsquelle ist daher weiterhin das Stillen oder die Milchnahrung. Insbesondere für die Mineralstoffe Eisen und Kalzium ist die Milch wichtig. Erst nach und nach steigern sich die Mengen, die das Kind beim selbstständigen Essen tatsächlich aufnimmt und der Bedarf an Milchnahrung sinkt. Das Baby gewöhnt sich in seinem eigenen Tempo an feste Nahrung. Beikost in Form von Brei macht hingegen schneller satt. Die Nährstoffe, die das Baby zu sich nimmt, sind besser zu bestimmen und es ist weniger aufwendig. In vielen Familien wird die klassische Breigabe mit Baby Led Weaning gemischt. So können die Vorteile beider Methoden vereint werden.

Egal wie Sie sich entscheiden, ein ausgewogenes Angebot an Nahrung und eine entspannte Atmosphäre bei den Mahlzeiten ist das Wichtigste. Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Essversuchen liebevoll und aufmerksam, dann klappt der Beikost-Start bestimmt.

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Baby unterwegs mit Wagenkette

Entspannt reisen mit Baby und Kleinkind: So starten Sie gut in den Urlaub mit Kind

Manche fühlen sich mit kleinen Kindern zuhause am wohlsten. Manche fahren gleich mit dem Wohnmobil um die Welt, schließlich lässt sich die Elternzeit zum Reisen nutzen, solange das Baby noch klein ist. Egal, ob Sie nur die Großeltern besuchen oder eine weitere Reise planen, mit diesen Tipps sind Sie mit Baby und Kleinkind sicher und entspannt unterwegs:

Baby unterwegs mit Wagenkette

Gute Vorbereitung ist alles: Packen für die Reise mit Baby

Sie müssen nicht das Rad neu erfinden: Nutzen Sie Packlisten aus dem Internet. Sie sind praxiserprobt und können an das Alter Ihres Kindes, Ihr Reiseziel und Ihre individuellen Gewohnheiten angepasst werden. Prüfen Sie, welche Dinge es am Zielort gibt. Nachtlicht, Babyfon und Ähnliches können vielleicht vor Ort ausgeliehen werden. Packen Sie so, dass Sie für unterwegs alle wichtigen Dinge griffbereit haben: Wechselkleidung und Wickeltasche sollten gut erreichbar sein, falls ein Pipi- oder Spuck-Unfall passiert. Auch Verpflegung sollten Sie in Greifweite haben und nicht aus Versehen ganz unten ins Gepäck einsortieren.

Reisen mit dem Auto

Eine passende Babyschale oder Kindersitz ist Pflicht, um sicher mit dem Auto reisen zu können. Statten Sie den Babysitz mit einer Wagenkette oder einem Minitrapez aus, so hat Ihr Baby etwas zum Anschauen und Entdecken dabei. Greiflinge und ein Schnuller mit Schnullerkette gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Wenn Sie alleine mit Baby unterwegs sind, sollten Sie die Babyschale auf dem Beifahrersitz platzieren. Da das Baby rückwärts zur Fahrtrichtung fährt, unbedingt den Beifahrerairbag ausschalten! Das geht bei den meisten Fahrzeugen ganz leicht mit einem kleinen Schalter.

Sorgen Sie gegebenenfalls für Sonnenschutz, damit Ihr Kind nicht überhitzt oder geblendet wird. Musik, handliches Spielzeug und gesunde Snacks sorgen bei Kleinkindern für Abwechslung während der Fahrt. Bei einer langen Reise darf ein Kind ausnahmsweise auch mal einen Schnuller bekommen, selbst wenn es den sonst nicht mehr so dringend braucht. Eine Schnullerkette sorgt dafür, dass er nicht versehentlich im Fußraum landet.

Tipp: Schnullerketten können nicht nur Nuckis, sondern auch Spielzeuge an Ort und Stelle halten. Dann sollten sie am Kindersitz befestigt sein statt an der Kleidung.

Planen Sie genügend Zwischenstopps ein, denn Babys und Kinder können noch nicht so lange still sitzen wie Erwachsene. Sorgen Sie in den Pausen dafür, dass Ihr Baby sich ausstrecken kann: Die Haltung in der Babyschale ist auf Dauer nicht gut für den Rücken. Kleinkinder sollten sich in den Pausen bewegen. Laufen und hüpfen Sie ein bisschen zusammen und spielen Sie gemeinsam kleine Bewegungsspiele.

Während der Fahrt neigen manche Kinder zu Übelkeit. Was oft hilft: Vorne sitzen, frische Luft und genügend Pausen. Wenn Ihr Kind Autofahren nicht gut verträgt, halten Sie eine Spucktüte mit fester Öffnung oder einen leeren Joghurteimer mit einem eingehängten Müllbeutel bereit. Den kann auch schon ein kleines Kind recht gut selber festhalten und im Notfall treffen.

Holz blaue Schnullerkette mit Holzsternen

Im Zug reisen mit Baby und Kleinkind

Zugfahrten (ohne Umstiege) sind für Reisen mit Babys und Kindern ideal. Denn während der Fahrt haben Sie Zeit, sich um Ihr Kind zu kümmern. Wenn der Bewegungsdrang allzu groß wird, können Sie mit dem Kleinkind einen kleinen Spaziergang durch den Zug unternehmen. In den meisten ICEs gibt es Familienbereiche. Sie sind nah an Toilette, Gepäckstellplatz und Eingang und je nach Zugtyp ausgestattet für eine möglichst entspannte Fahrt mit kleinen Kindern. Eine Reservierung ist sinnvoll, denn diese Plätze sind begehrt. Wenn das nicht möglich ist, empfiehlt sich ein Platz mit Tisch und unbedingt außerhalb von Ruhebereichen. Nehmen Sie ausreichend Essen, auch gesunde Knabbereien und Getränke mit. Neben Greiflingen für die Kleinsten sorgen Spiele wie ein Motorikbrett für Abwechslung. Besonders praktisch: Hier können keine Kleinteile verloren gehen.

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Schwierigkeiten kann die Fahrt zum oder vom Bahnhof bereiten. Wenn möglich, lassen Sie sich bringen und abholen. Sollten Sie mit dem Taxi fahren, bitten Sie gleich bei der Bestellung um ein Fahrzeug mit passendem Kindersitz. Bei guter Anbindung und nicht zu sperrigem Gepäck sind auch öffentliche Verkehrsmittel zu empfehlen. Für manche Babyschalen gibt es Adapter, die auf Kinderwagengestelle passen. Das kann auf Reisen, bei denen Sie den Babysitz mitnehmen müssen oder wollen, sehr praktisch sein.

Umstiege mit Gepäck, Baby oder Kleinkind und Kinderwagen oder Buggy sind eine kleine Herausforderung. Wenn möglich, nutzen Sie im Vorfeld einen Gepäckversand und schicken Sie einen Teil der Dinge voraus. Was Sie unterwegs brauchen, ist in einem Rucksack gut verstaut. So haben Sie die Hände frei für Wagen und Kind. Planen Sie genügend Zeit für Umstiege ein und scheuen Sie sich nicht, Mitreisende oder Personal um Hilfe zu bitten.

Reisen mit Kind im Flugzeug

Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre können auf dem Schoß eines Erwachsenen mit einem Extragurt mitfliegen. Sie können auch einen Extraplatz buchen und das Kind in Babyschale oder Kindersitz anschnallen. Kinder ab zwei Jahren brauchen einen eigenen Sitzplatz. Gegen Ohrendruck bei Start und Landung werden Babys am besten gestillt oder mit dem Fläschchen gefüttert. Durch das Schlucken wird der Druck ausgeglichen. Kleinkindern können Sie zu diesem Zweck eine Flasche mit Wasser anbieten. Im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten dürfen Sie für ein Baby im Handgepäck Wasser und Babynahrung mitnehmen. Eine Thermoskanne mit abgekochtem Wasser in Trinktemperatur ist praktisch. Bei der Kontrolle sollten Sie direkt angeben, was Sie mitführen und alles griffbereit haben, damit es geprüft werden kann. Viele Airlines nehmen klappbare Buggys oder Kinderwagen kostenlos mit an Bord. Erkundigen Sie sich vorab nach den Gepäckbestimmungen für Kindergepäck.

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Während des Fluges gilt, wie bei den anderen Reisemöglichkeiten: Ein kleines Spielzeug im Handgepäck ist gut gegen Langeweile. Ein Schnuller hilft, Bedürfnisaufschübe besser auszuhalten und bei längeren Flügen sollte sich Ihr Kind zwischendurch ein wenig bewegen können. Behalten Sie außerdem die Zeit im Blick und wechseln Sie bei Bedarf rechtzeitig vor dem Landeanflug noch einmal die Windel.

Wir wünschen Ihnen eine entspannte und gute Reise mit Ihrem Kind!

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Seit 2 Jahren sind wir schon Begleiter der Selecta® Holzspielzeuge. Die Spielzeugsammlung unserer vier Kinder wächst immer weiter und sie werden jeden Tag bespielt und wachsen mit. Für jedes Alter ist etwas Passendes dabei und durch die Langlebigkeit der Holzspielzeuge werden sie problemlos und voller Freude unter den Geschwistern weitergereicht.

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Kleinkind beim Zähneputzen

Warum will mein Kind nicht die Zähne putzen? Wie kann ich es zum Zähneputzen animieren?

Zähneputzen mit Kleinkindern – für fast alle Eltern ein leidiges Thema. Wenn das Zähneputzen zur Zerreißprobe wird, weil es den Großen so wichtig ist und die Kleinen absolut nicht wollen, sind Eltern manchmal ratlos. Wieso ist das eigentlich so? Ist Zähneputzen bei Milchzähnen denn überhaupt nötig? Und was können Sie tun, um Ihrem Kind das Zähneputzen doch schmackhaft zu machen?

Kleinkind beim Zähneputzen

Warum ist Zähneputzen auch bei Milchzähnen wichtig?

Die Milchzähne fallen doch eh aus, erst bei den „richtigen“ Zähnen wird das Putzen wichtig? Weit gefehlt. Schon ab dem ersten Zähnchen ist Zahnpflege notwendig. Wenn Kinder schon bei den Milchzähnen Kariesprobleme haben, hat das einen negativen Effekt auf die bleibenden Zähne. Ab dem ersten Zähnchen sollten Sie beginnen, eine Zahnputzroutine einzuführen. Dazu nutzen Sie eine altersgerechte Zahnbürste und Zahncreme mit entsprechendem Fluoridgehalt. Lassen Sie Ihr Kind zunächst selbst die Zähne putzen, auch wenn es noch zu klein ist, um sie dabei sauber zu bekommen. Autonomieförderung ist hier das Stichwort. Bis es aber motorisch in der Lage ist, wirklich gründlich alle Zähne von allen Seiten zu bearbeiten, müssen Sie nachputzen. Und am Schluss: Zahnpasta ausspucken und mit Wasser nachspülen.

Warum wollen Kinder oft nicht Zähne putzen?

Wir Erwachsenen können die Folgen wie Karies überblicken und verstehen daher, dass das Putzen eine nötige Routine ist. Kindern fehlt dieser Weitblick und das Verständnis für die Zusammenhänge. Ursache und Wirkung sind einfach zeitlich zu weit auseinander und die Folgen zu abstrakt. „Ich hab die Zähne nicht geputzt und trotzdem kein Karies“, ist eine Schlussfolgerung die leicht entsteht, wenn sie noch nicht verstanden haben, dass dieser Effekt nicht sofort eintritt.

Wir tun nicht gerne Dinge, deren Sinn uns nicht einleuchtet. Nur weil es uns gesagt wird? Dagegen sträuben wir uns, und das geht auch den Kindern so. Die Kleinen bekommen oft gar nicht mit, wenn die Eltern sich die Zähne putzen. Das scheint ungerecht: „Warum muss ich etwas tun, was Papa oder Mama nicht machen muss?“

Wie kann ich mein Kind dazu bringen, sich gerne die Zähne zu putzen?

Auch wenn es noch schwer verständlich ist: Erklären Sie Ihrem Nachwuchs möglichst altersgerecht, warum das Zähneputzen wichtig ist. Putzen Sie gleichzeitig mit ihm auch Ihre Zähne. So sieht es, dass das etwas ist, das auch die Großen machen.
Eine Zahnbürste, die das Kind im Laden selbst ausgesucht hat, kann die Motivation zusätzlich erhöhen, ebenso wie eine leckere Zahnpastasorte. Üben Sie möglichst wenig Druck aus, wenn es mal nicht klappt. Besser ist, das Kind die Freude spüren zu lassen, wenn es gut läuft.

Bilderlotto Holzspielzeug

Sie können es auch mit einer Belohnung locken: wenn es gut klappt, haben wir gleich noch Zeit, eine Runde Bilderlotto zu spielen. Oder Sie führen ein Stickerheft ein, in das nach jedem erfolgreichen Putzen ein kleiner Aufkleber geklebt werden darf. Wenn es voll ist, gibt es eine größere Belohnung. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Memo-Spiel, das Sie dann gemeinsam mit Ihrem Kind spielen können?

Memo Tiere Holz

So sorgen Sie beim Zähneputzen für gute Stimmung

Es gibt Kinderradiosender, die morgens und abends extra Zahnputzlieder spielen. Sie können sich natürlich auch selbst ein Lied heraussuchen, das zu Ihrem eigenen Zahnputz-Partylied wird. Und besonders Ausgelassene tanzen dazu den Zahnputztanz.
Wer es lieber ruhig mag, erzählt dem Kind beim Nachputzen eine Zahnputzgeschichte. Die kann sich auf das beziehen, was die Bürste gerade im Mund macht: Die Zahnbürste wird vielleicht zu einem Zug, der sich auf eine Reise in eine dunkle Höhle begibt und dort Abenteuerliches erlebt. Oder Sie erfinden einfach so eine kleine Erzählung, die das Kind unterhält, solange es den Mund offenhalten soll.

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Kind forscht beim Spielen

Zukunftskompetenzen fördern: Problemlösefähigkeit. Wie Kinder die Welt erforschen

Kind forscht beim Spielen

Was passiert, wenn ich hier drücke? Begreifen kommt von Greifen

Licht an, Licht aus! Das kennen wohl alle Eltern: Ihr Kleinkind spielt nicht mit Rassel und Puppe, sondern hat etwas Spannenderes entdeckt – den Lichtschalter. Oder den Knopf der Waschmaschine. Es klappt die Schranktür andauernd auf und zu. Oder es dreht den Wasserhahn auf, immer wieder. Sollte man das Kind von solchem „Unfug“ abbringen und ihm „sinnvollere“ Spiele nahelegen? Oder soll man solche Betätigungen sogar noch unterstützen? Warum beschäftigen sich Kleinkinder überhaupt mit solchen Alltagsdingen so intensiv?

Wichtigstes Forscherthema für Kleinkinder: Der Alltag

Die Antwort, warum Kinder Lichtschalter und Co begeistert untersuchen, ist einfach: Zuerst einmal wollen sie alles, was in ihrer alltäglichen Umgebung ist, genau erforschen. Ihr angeborener Forschergeist treibt sie an, sich die Dinge um sie herum ganz genau anzuschauen. Und weil Kleinkinder alle Sinne trainieren wollen, bleibt es nicht beim Schauen: Die Dinge wollen befühlt und ausprobiert werden, auf ihren Klang untersucht, vielleicht auch in den Mund genommen. Besonders interessant sind dabei die Dinge, die Eltern häufig benutzen, wie zum Beispiel Handys. Da spürt das Kind: Das muss etwas Wichtiges sein!

Ursache und Wirkung erforschen

Manche Gegenstände, die das Kind erforscht, sind nicht allzu interessant. Bei anderen wird das Kind mit spannenden Effekten überrascht: Drückt es auf den Lichtschalter, wird der Raum hell! Beim Drehen des Wasserhahns wird es nass! Und kippt es den Gewürz-Streuer um, kommt ein Pulver heraus, das sogar intensiv riecht und zum weiteren Untersuchen einlädt! 
Klar, dass das Kleinkind solche Effekte immer weiter untersuchen möchte. Schon um festzustellen: Passiert das nur einmal oder immer wieder? Was für uns merkwürdig oder auch nervig sein kann, ist für das Kind sehr aufschlussreich. Denn es versteht dabei Stück für Stück Zusammenhänge in seiner Umwelt. Und beschäftigt sich mit einfachen physikalischen Fragen: Mit gespeicherten Kräften beim Lichtschalter. Mit der Schwerkraft beim herablaufenden Wasser, mit der Schwungkraft bei der mit Schwung zugeklappten Schranktür.

Statt verbieten: Zulassen oder sichere Alternativen anbieten

Sollte man also sein Kind gewähren lassen, wenn es begeistert Geräte anschaltet, den Wasserhahn laufen lässt oder Gewürze auskippt? Ein klares Jein ist die Antwort. Grundsätzlich sollten Eltern das Tun des Kindes unterstützen, wenn es ungefährlich ist und nur ein bisschen nervt. Zum Beispiel Schranktür oder Lichtschalter: Beides schadet nicht und ist ungefährlich. Hier hilft es, sich zu sagen: Je intensiver mein Kind den Effekt untersuchen kann, desto schneller ist dieses „Hobby“ wieder vorbei.

Bei überaus nervigen oder gar gefährlichen Betätigungen helfen Spielzeuge, die den Forschergeist der Kinder genauso anstacheln wie bestimmte Alltagsdinge. Zahnradspiele, Motorikbretter oder Stapelspiele begeistern Kinder mit Effekten, die es zu untersuchen gibt. Und mit Steck-Spielen kann man die Frage „Passt das hier rein“ stundenlang untersuchen – und die gefährliche Steckdose dabei vergessen.

Holz buntes Formensteckspielzeug mit Zahnrädern und verschiedenen Bauklötzchen
Holz Stapelspiel mit bunten Wackelsteinchen
Sortierbox Holz Steiff

Dies ist ein Artikel unseres Gastautors Michael Fink. Er ist als Dozent in der Fort- und Weiterbildung von Erzieher:innen und Lehrer:innen tätig, Mitbegründer einer pädagogischen Fachzeitschrift und Autor von über 50 pädagogischen Fachbüchern.

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Kleinkind spielt ohne Schnuller mit Steckturm

Wie können wir unserem Kind den Schnuller abgewöhnen? 5 Tipps für die Schnuller-Entwöhnung

Mit zunehmendem Alter sollte der Schnuller abgewöhnt werden, damit Kiefer und Zähne sich gut entwickeln können. Die meisten Kinder verlangen von selbst weniger nach dem „Nucki“, wenn sie älter werden. Ab etwa einem Jahr sollte er nur noch zum Einschlafen oder in Ausnahmefällen benutzt werden.

Kleinkind spielt ohne Schnuller mit Steckturm

Tipp 1: Der „Ich-kann-dich-ohne-Schnuller-besser-verstehen“-Trick

Schnuller können die Sprachentwicklung behindern. Viele Eltern entwickeln erstaunliche Fähigkeiten, ihr Kind auch mit Nuckel im Mund zu verstehen. Aber das ist nicht nötig und auch nicht ratsam. Selbst wenn es bei Ihnen so sein sollte: Sagen Sie zu dem mit Schnuller sprechenden Kleinkind: „Ich versteh dich ja gar nicht, gib mir doch mal den Schnuller. Den leg ich beiseite, bis du ihn wieder brauchst.“

Tipp 2: Ablenkung und Unterstützung in der Kita nutzen

Oftmals klappt es mit der Entwöhnung in der Betreuung viel leichter als zu Hause. Beim Spielen ist das Kind meistens so abgelenkt, dass es leichter ist, die alte Gewohnheit zu vergessen. In der Garderobe kann der Schnuller warten bis zur Mittagsruhe. Nutzen Sie die Erfahrung der Erzieher:innen und bitten Sie sie um Unterstützung bei der Abgewöhnung.

Tipp 3: Neue Routinen für Ruhe und Entspannung ohne Schnuller

Der Schnuller hat eine Funktion: Er hilft dem Kind, sich zu beruhigen und zu entspannen. Führen Sie deshalb neue Rituale ein, wenn Sie merken, dass das Kind den Nuckel aus diesem Grund verlangt. Sie können je nach Situation mit ihm kuscheln und etwas lesen, ein gemeinsames, ruhiges Spiel spielen oder die Unruhe wegtoben. Seien Sie geduldig mit Ihrem Kind, das eine lieb gewonnene Gewohnheit ablegen soll und lassen Sie sich nicht von Rückschlägen entmutigen, die zum Beispiel bei Krankheit oder Heimweh ganz normal sind.

Tipp 4: Ein fester Ort für den Schnuller

Zum Abgewöhnen in schwierigeren Fällen ist es oft hilfreich, das Nuckeln an einen bestimmten Ort zu binden: Der Schnuller wird im Bett gelassen, das Kind kann sich aber bei Bedarf dorthin zum Beruhigen zurückziehen. Will es wieder los zum Spielen, bleibt der Nuckel konsequent im Bett. Da das Liegen auf Dauer langweilig ist, kehrt das Kind von selbst zum Spiel zurück, wenn es wieder aufgetankt hat. Das Bedürfnis nach diesen kleinen Auszeiten nimmt nach und nach ab.

Tipp 5: Schnullerbaum und Schnullerfee

Manchen Kindern hilft es, sich mit einem Ritual von den geliebten Nuckis zu verabschieden. In vielen Orten gibt es „Schnullerbäume“. Bei einem Ausflug dorthin wird der Schnuller dort aufgehängt. Weit verbreitet ist auch die Geschichte von der Schnullerfee. Das Kind legt seine Schnuller auf der Fensterbank oder auf dem Kopfkissen für die „Schnullerfee“ bereit, die sie abholt und im Tausch ein Spielzeug hinterlässt. Das ist in der Erzählung ein Spielzeug „für große Kinder“, wie zum Beispiel ein Nachzieh- oder Stapelspiel, für das „Schnullerkinder noch zu klein“ sind.

Holz buntes Steckpyramiden-Set zum Nachziehen als Katze und Hund

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Wozu brauchen Kinder Fantasie Ratgebertext

Fantasie und kreatives Spiel fördern

Heute Prinzessin und morgen Astronaut! Das Spielzeug wird plötzlich lebendig und das Kind ist der Herrscher darüber, was als nächstes passiert. Woher kommt die Fantasie bei Kindern, warum ist sie für die Entwicklung so nützlich und wie kann sie geweckt werden?

Wozu brauchen Kinder Fantasie Ratgebertext

In der Fantasiewelt wird das echte Leben geübt

Die Fähigkeit, sich etwas auszudenken, ist der zentrale Baustein der Persönlichkeitsentwicklung. Durch das Spielen wird die Vorstellungskraft von Kindern aktiv gefordert. Kinder lieben es, in verschiedene Rollen oder Berufe zu schlüpfen, sich eine eigene Handlung auszudenken, Charaktere auszusuchen und ihnen eine Stimme zu verleihen. Ganz spielerisch fördert dies die Sprachentwicklung. Und auch Verhaltensweisen können ausprobiert und soziale Kompetenz erlangt werden.

Fantasie wächst nur an Herausforderungen

Langeweile hat völlig zu Unrecht so einen schlechten Ruf. Eltern sind auch nicht dafür verantwortlich, dass ihr Kind konstant beschäftigt ist. Im Gegenteil: Wer auf jedes Quengeln mit neuen Unterhaltungsangeboten reagiert, lässt die natürlich vorhandene Vorstellungskraft verkümmern. 

Das Problem ist, dass mit Fernsehen, Handy, Tablet und Co. immer mehr digitale Medien täglich zur Auswahl stehen. Kindgerechte Sendungen und Spiele fördern zwar durchaus die Fantasie, jedoch ist die Dauer der Mediennutzung entscheidend. Kinderärzte empfehlen, dass Kinder unter zwei Jahren möglichst gar nicht fernsehen sollten. Bei Kindergartenkindern sind 30 Minuten vor einem Bildschirm täglich das Maximum.

Also Mut zur Bespaßungs-Lücke! Schalten Sie häufiger mal alle digitalen Geräte aus (auch Ihre eigenen!). Denn nur wer sich langweilt, kann auf kreative neue Spielideen kommen.
Motivieren Sie Ihr Kind z.B. vorhandene Alltagsgegenstände mal ganz anders zu nutzen oder neue Dinge daraus zu gestalten. Und lassen Sie sich von der Natur inspirieren, denn auch Bewegung an der frischen Luft lässt Gehirnzellen wachsen.

Spielzeug: Weniger Vorgaben heißt mehr Freiraum für eigene Ideen

Und auch beim Spielzeug ist ein Mehr an technischer Ausstattung nicht unbedingt förderlich für die Fantasie. Je einfacher es konstruiert ist, um so mehr Möglichkeiten hat ein Kind, es auf ganz unterschiedliche Arten immer wieder neu zum Leben zu erwecken. So wie z.B. bunte Bausteine, Klötzchen oder Steckfiguren, die nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zum Zusammenbauen bieten.

Spielsachen, die nur auf eine vorher vom Hersteller definierte Weise funktionieren oder reagieren, sind dagegen schnell langweilig. Dies gilt auch für Spiele, die von Erwachsenen detailliert erklärt werden. Auch wenn Sie es gut meinen und Ihrem Kind vormachen wollen, wie es vermeintlich „richtig geht“: Kinder wollen Sachen selber ausprobieren und erforschen. Das macht sie stolz und fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch das Selbstbewußtsein.

Holz Stapelspiel mit bunten Bauklötzen

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Babys Intelligenz

Welche Intelligenz hat mein Kind?

Welche Intelligenz hat mein Kind? Natürlich fragen sich Eltern, wie intelligent ihr Kind ist. Doch was ist „Intelligenz“ überhaupt? Und warum gibt es nicht die eine, sondern sogar neun verschiedene Intelligenzarten?

Babys Intelligenz

Intelligenz ist die Summe verschiedener Fähigkeiten

Für die meisten Menschen ist Intelligenz vor allem eine Zahl: Der Intelligenzquotient (IQ). Dieser wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem französischen Psychologen Alfred Binet entwickelt. Er wollte darstellen, wie sich die geistige Entwicklung bei Kindern (Intelligenzalter) zum Lebensalter verhält. Heute wird der IQ in einer weiterentwickelten Form durch IQ-Tests ermittelt. Menschen mit einem IQ zwischen 116 bis 130 gelten z.B. als überdurchschnittlich intelligent. Darüber spricht man von einer Hochbegabung.

Doch das Können nur anhand eines einzelnen Quotienten zu messen, ist für den US-amerikanischen Erziehungswissenschaftler Howard Gardner verhängnisvoll. Denn für ihn gibt es keine Art der Intelligenz, die universell in jedem Aspekt des Lebens anwendbar wäre. Stattdessen definiert er sie als Summe verschiedener kognitiver Fähigkeiten, Talente und geistiger Leistungen, die er in seiner Theorie der multiplen Intelligenzen erläutert.

Gardner ist der Meinung, dass alle Menschen von Geburt an ein Spektrum an Begabungen besitzen, die unterschiedlich ausgeprägt sind. Diese hat er in neun verschiedene Bereiche unterteilt, die sich auch schon gut bei Kindern feststellen und fördern lassen.

1. Sprachliche Intelligenz

Hierbei handelt es sich um eine besondere Sensibilität für Wort und Sprache. Menschen mit dieser Ausprägung besitzen die Fähigkeit, Sprache treffsicher einzusetzen, um sich auszudrücken oder um andere Menschen zu verstehen. Ein gutes Gedächtnis deutet in der Regel auf eine gute Sprachbeherrschung hin. Erfolgreiche Rechtsanwälte, Redner, Schriftsteller und Dichter haben zumeist eine hohe sprachliche Kompetenz. Schon Babys und Kleinkinder können mit bunten Bilderbüchern in ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützt werden.

2. Musikalische Intelligenz

Bei einer musikalischen Intelligenz weisen Menschen ein besonderes Gefühl für Harmonie, Klang, Intonation und Rhythmus auf. Eine musikalische Förderung von Kindern kann zudem auch die anderen Intelligenzbereiche beeinflussen, was sich positiv auf das schulische Lernen auswirkt. Wer seinem Baby oft etwas vorsingt oder sein Kleinkind mit Spielzeug spielen lässt, dass Töne erzeugt, kann diese Bereiche stimulieren. Und wer weiß, vielleicht wird es ja später Musiker oder Komponist?

3. Die logisch-mathematische Intelligenz

Diese Intelligenz wird als die Fähigkeit definiert, abstrakte Beziehungen zu erkennen und sie systematisch für das Lösen von Problemen zu nutzen. Logisch-mathematisch intelligente Kinder können Zahlen und Statistiken gut einschätzen, sich merken und nutzen. Sie ist das, was als wahre Form der Intelligenz verstanden wird. Ihre Ausprägung ist in der Schule von besonderem Nutzen und besonders für spätere Mathematiker, Programmierer oder Naturwissenschaftler elementar. Schon ab 4 Jahren können Kinder spielerisch lernen, Mengen und Zahlen einzuschätzen, zum Beispiel beim Stapeln der Türme beim Geschicklichkeitsspiel Balance von Selecta®.

4. Räumliche Intelligenz

Die Fähigkeit, visuell präsentierte Inhalte wahrzunehmen und im Kopf eine Vorstellung davon zu erzeugen, bestimmt die räumliche Intelligenz. Für Bildhauer, Chirurgen, Schachspieler, Ingenieure, Graphiker oder Architekten ist die bildlich-räumliche Fähigkeit besonders wichtig.

Mit zunehmende Lebenserfahrung wird diese Art der Intelligenz immer besser ausgebildet. Eine Förderung kann schon früh spielerisch erfolgen, beispielsweise mit Puzzles oder Spielen, die mehrdimensionale Elemente beinhalten wie das Motorikspielzeug von Selecta®.

Holz Motorik- und Geschicklichkeitsspiel mit bunten Formen

5. Körperlich-kinästhetische Intelligenz

Diese Intelligenz bezeichnet die Fähigkeit, den Körper oder einzelne Körperteile für Aktivitäten oder Problemlösungen einzusetzen. Menschen mit einer solchen Ausprägung erwerben körperliche Fähigkeiten besonders schnell und sind oft Sportler, Tänzer, Schauspieler aber auch Handwerker oder Chirurgen. Jedes Kind wird mit dem Bedürfnis geboren, sich zu bewegen. Fördern Sie also den Bewegungsdrang spielerisch z.B. mit buntem Nachzieh Spielzeug aus Holz.

6. Intrapersonale Intelligenz

Durch die intrapersonale Intelligenz ist ein Mensch in der Lage, die eigenen Gefühle, Stärken und Grenzen wahrzunehmen und zu analysieren. Sie ist bei Schriftstellern, Schauspielern und Künstlern oft besonders ausgeprägt.

7. Interpersonale Intelligenz

Zu der interpersonalen Intelligenz zählt die Fähigkeit, sich die Interessen, Absichten, Motivation und Gefühle anderer Menschen einprägen zu können. Menschen mit einer hohen interpersonalen Intelligenz sind oft besonders gute Mediatoren oder Lehrer. Mit anderen in Gruppen und im Arbeitsumfeld zu kommunizieren und kooperieren fällt Menschen mit dieser Intelligenz besonders leicht. Sie wird dies auch die soziale Intelligenz genannt.

8. Naturalistische Intelligenz

Personen mit dieser Intelligenz besitzen die Fähigkeit, Elemente in der Natur zu differenzieren und zu klassifizieren. Sie haben ein verstärktes Bedürfnis nach Ordnung in ihrer Umwelt. Kinder mit einer Ausprägung in diesem Bereich fallen beispielsweise dadurch auf, dass sie gerne in der freien Natur sind und Bereiche in der Natur systematisieren. Naturforscher, Umweltspezialisten, Tierärzte und Köche brauchen diese Fähigkeit besonders.

9. Existenzielle Intelligenz

Das Stellen von Fragen bezüglich der menschlichen Existenz, sie verstehen und durchdenken zu können, weisen auf die existenzielle Intelligenz hin. Meist werden Fragen gestellt wie „Was ist der Sinn des Lebens?“. Besonders empfänglich für solche Fragen sind Jugendliche in der Pubertät.

Holzspielzeug im Selecta-Spielzeugshop ansehen

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